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13. Parasit

[Und so begab es sich zu jener Zeit in einem fernen Teil
des Weltalls auf der . . . ]


--- BRÜCKE

Josiah aktivierte einen sicheren Kanal zum Maschinenraum,
um IHNEN, vor allem in Gestalt des Obersten, dem Mahon,
Bericht zu erstatten:

"Bis jetzt läuft alles nach Plan, ein ziemlich großer Teil der Besatzung
wurde auf die Station gebeamt. Was wollen wir eigentlich mit denen
machen, wenn wir hier fertig sind? Wenn wir gerade dabei sind,
mein 'Wirt' besitzt starke telekinetische Fähigkeiten. Man könnte ihn
besser zur Kontrolle der As ... Was ist los? Wo...Asteroiden gebrau...
Nein! Lass mich in Ruhe!"

Josiah wehrte sich gegen dieses Etwas, das ihren Körper steuerte,
aber ihre Kräfte reichten nicht sehr lange. Dann fuhr der 'Besetzer'
fort: "Es gibt ein Problem. Der Wirt wehrt sich ungeheuer stark.
Vielleicht sollten wir wirklich überlegen, sie nur zur Kontrolle
eines Asteroiden zu verwenden."


--- KRANKENSTATION

Waehrend Hajo sich langsam an seine "Besatzungszeit" zu
erinnern begann, drueckte ihm Neroi einen Hypospray in die Hand.

"Hier haben sie das Mittel. Aber die Aufzeichnungen sagen,
dass es nicht von jedem Koerper angenommen wird, also passen
Sie auf! Und woher wollen Sie ueberhaupt wissen, wer alles von
diesen Maden befallen ist?"

Hajo tom Broek runzelte die Stirn. "Tja, das ist die Schwachstelle in
meinem nicht vorhandenen Plan. Sicher bin ich nur bei dem Aussenteam
und bei Manell, und mein gesunder Menschenverstand sagt mir,
dass sie den Captain auch schon bekommen haben. Fragt sich nur..."

In diesem Moment betrat Manell die KS. "Wo bleiben Sie?"
Sein Blick fiel auf Neroi. "Was ist mit ihr?"

Hajo rang nach Antworten. "Ahem, sie hat nur... also, ich... mein Mensch
hatte Magenverstimmung und da hat sie mir dieses Mittel gegeben.
Wirkt sehr gut. Wollen sie auch?"
Ohne eine Antwort abzuwarten, drueckte der Steuermann seinem
Gegenueber den Injektor an den Hals.

Manell guckte etwas verstaendnislos.
"Ich spuere ueberhaupt nichts!", sagte er schroff.
Hajo brach der kalte Schweiss aus. "Ja dann..." Er gab sich einen Ruck
und rammte dem ueberraschten Computerfachmann die Faust ins Gesicht.
Dieser fiel wie ein nasser Sandsack zu Boden. Hajo rieb sich die Hand.
"Das wollte ich schon immer mal tun."

[GB: Einen Vorgesetzten schlagen ? So, so...]


---JEFFRIESROEHRE

Starling hatte sich gerade von dem Schreck erholt, den ihr Bellonis
plötzliches Erscheinen bereitet hatte. Sie steckte ihr klingonisches
Messer zurück in die Tasche, während Belloni sie überrascht ansah:

"Sie haben mich vielleicht erschreckt ! Was machen Sie eigentlich
hier ? Oder haben Sie sich es zur Gewohnheit gemacht, jeden Tag
einen Spaziergang durch das Jeffries-Roehren-System zu machen ?"
fragte Belloni Starling.

"Nein, ich versuche raus zu kriegen, was im Maschinenraum los ist.
Da diese Jeffriesroehre der einzige freie Zugang zum MR war,
versuche ich jetzt da rein zu kommen."

"Ich auch. Aber ich denke es ist mehr ein Fall fuer die Sicherheit
als fuer die Doktoren, oder ? Nun ja, da sie ja jetzt schon hier
sind, koennen sie mir vielleicht helfen. Mahon und McDuck haben den
MR uebernommen, vielleicht gehoert Mr. Urga auch dazu. Wir muessen
sie irgendwie ueberwaetligen. Es kann sein, dass jemand dort
medizinische Hilfe benoetigt, also wird dieser jemand ihre Hilfe
brauchen. Verstanden ?"

Mit einem Nicken bestaetigte Starling. Zusammen krochen sie beide weiter,
bis sie zu einer Abzweigung kamen. Beide Roehren fuehrten zum MR,
nur das beide an verschiedenen Orten ankamen. Der Linke im Buero des
Cheftechnikers, der Rechte im hinteren Teil des MR. Durch lautlose
Verstaendigung ging Starling nach links und Belloni nach rechts.


--- BRUECKE

Vor Hajo tom Broek oeffnete sich die Lifttuer und der Kommandostand
tat sich ihm auf, nur noch besetzt von Wollester und Carrington.
Hajo schluckte. 'Der neue Counselor also auch.'

Doch dann kam ihn ein Gedanke. Hatte die Dame nicht klingonisches
Blut in sich? Vielleicht wuerde ihr Koerper die verbesserten Fresszellen
annehmen und den Parasiten abstoßen!
Jetzt half nur noch beten. Falls er sich irren sollte, war er quasi tot.

Als er die Bruecke betrat, nickten die beiden Frauen ihm zu. Hajo bemerkte,
dass der Counselor einen sehr gequaelten Gesichtsausdruck zog, als wuerde
sie starke Kopfschmerzen haben. Sie schien ihn gar nicht wahrzunehmen.
Hajo nutzte diese Ablenkung und drueckte Carrington im Vorbeigehen den
Injektor an den Arm.

Dem Steuermann fiel ein Stein vom Herzen, als der Counselor nach einem
kurzen ueberraschten Blick wortlos in sich zusammensackte. Sofort war
Wollester zur Stelle. "Was ist passiert?"

Hajo improvisierte. "Ich weiss nicht..." Er unterdrueckte das 'Ma'am'.
"Vielleicht ist dieses Rassengemisch fuer unsereins unvertraeglich."

Wollester nickte. "Das kann sein. Sie wirkte etwas unkonzentriert..."

Als sich der Captain ueber die Bewusstlose beugte, zog Hajo seinen
Phaser. 'Vergeben sie mir, Captain.' Ein kurzer Druck auf den Ausloeser
und Wollester lag ebenfalls bewusstlos auf dem Boden.

Josiah fühlte sich irgendwie seltsam. In ihrem Körper und ihren Geist
wurde ein Kampf ausgetragen, einerseits versuchte eine fremde Macht
die Kontrolle über ihren Geist zu erlangen, andererseits verteidigte eine
Anzahl klingonischer Fresszellen ihren Körper vor dieser Macht.

Sie setzte sich auf und vergrub das Gesicht in den Händen.
Der Kampf in ihrem Inneren spitzte sich zu, wobei die fremde Macht
immer mehr ihrer Verhaltensweisen entdeckte und kopierte.
Endlich, nach einer anstrengenden Schlacht, beherrschten sie wieder
den organischen Körper, der Josiah Carrington genannt wurde.
Für die anderen unmerklich erhob sie sich wieder,
und fragte den CONN: "Was ist geschehen?"

Hajo tom Broek atmete auf. Er hatte schon befuerchtet, ihr eine zu
hohe Dosis verpasst zu haben. Er wollte gerade den Counselor freudig
begruessen, als ihm die Tatsache auffiel, dass die Made den Koerper
der Frau nicht verlassen hatte. Also entschied sich Hajo zur Vorsicht
und hielt den Phaser im Anschlag.

Schliesslich antwortete er: "Ich weiss nicht! Sie scheinen mit ihrem
Koerper nicht sonderlich zurecht zu kommen! Vielleicht sollten sie sich
untersuchen lassen. Ich schaffe das hier auch alleine." Hajo hatte nicht
viele rhetorische Tricks drauf, also beliess er es bei dieser Aussage.

Abwartend entschloss er sich, den Counselor bei dem kleinsten Anzeichen
von fremder Beherrschung ebenfalls zu betaeuben, aber er hoffte immer
noch auf die Fresszellen. Vielleicht brauchte die Dame eine zweite Dosis.
Und fuer den Notfall hatte er ja immer noch ein As im Aermel...

Der Besetzer erkannte, dass sie in Gefahr waren, entlarvt zu werden
[GB: Hey, Temmo, ich habe das Wortspiel gleich 'verstanden'
und fand es sehr originell !! ;-)]
und entschied sich, die für den CONN bestimmte Larve auszustoßen.
So krümmte sich an der Stelle, wo der Wirtskörper zuvor noch gelegen hatte,
ein kleiner weißer Wurm.

Josiah blickte fast erschrocken auf den auf sie gerichteten Phaser.
"Ich kann ja verstehen, dass sie misstrauisch sind, aber das?"
Nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu: "Wie Sie meinen."

Dann ging sie zum Captain und beugte sich über die bewusstlose Frau.
Nach einer flüchtigen Untersuchung stand Josiah wieder vor dem Piloten
und meinte: "Sie ist OK, keine Verletzungen. Aber was war mit ihr?
Und auch mit mir?"

Als ihr der CONN immer noch nicht antwortete und weiter mit dem Phaser
auf sie zielte, wurde sie langsam wütend. Nicht zu unterscheiden von den
Reaktionen der 'richtigen' Josiah antwortete sie:

"Langsam wird mir das allmählich zu albern. Jetzt hören Sie endlich auf,
mit dem Ding vor meiner Nase rumzufuchteln und helfen mir endlich,
den Captain wieder aufzuwecken!" Damit wandte sie sich wieder um,
und versuchte, den Captain auf ihren Stuhl zu setzen, was ihr nach
einigen Versuchen auch gelang.

[GB: Kleiner Tip für die Zukunft: Wollester wacht für gewöhnlich erst auf,
wenn sich jemand ANDERES auf ihren Sessel setzt...]


---VOR DEM MASCHINENRAUM

Einige Minuten nachdem Starling sich von Belloni getrennt hatte,
erreichte sie das Ende der Jeffrisroehre und somit auch den Zugang
zum Maschinenraum. Allerdings war der Weg durch ein Kraftfeld versperrt.
Starling wollte schon wieder umkehren, als ihr einfiel, dass ja alle
Ausgaenge aus dieser Jeffrisroehre durch Kraftfelder versperrt waren.
Egal, wohin sie jetzt auch ging, an der Ueberlegung, wie sie durch ein
Kraftfeld kommen koennte, wuerde sie nicht vorbeikommen.

"Ein Kraftfeld ist doch ein Elektrizitaetsnetz, bestehend aus engen
Schwingungen mit einer Frequenz von 1000000 pro Sekunde",
Starling begann laut zu denken, "Elektrizitaet kann nur solange existieren,
solange es einen Elektrizitaetsleiter gibt. Crylin wuerde gut isolieren und
ich habe es hier. Aber dafuer sind es zu viele Schwingungen. Crylin wuerde
bei einer so hohen Schwingungsfrequenz augenblicklich verdampfen.
Und damit haette ich hier nur eine riesige Nebelwolke."

Starling sah sich um, ob sie nicht doch noch etwas Nuetzliches entdecken
konnte. Aber gute Elektrizitaetsisolatoren schienen in Jeffrisroehren nicht
gebraucht zu werden. Dafuer sah sie ein Menge guter Elektrizitaetsleiter.
Starling's Blick richtete sich auf einige Dilazinfaserleitungen an der
Wand.

"Dilazin", fuhr Starling fort mit sich selbst zu reden, "wuerde durch
Elektrizitaet in Schwingung versetzt werden. Diese Schwingungen
wuerden dann die anderen Schwingungen neutralisieren und so das
Kraftfeld aufloesen. Das klingt gut."

Sie zog einige der Dilazinfaserleitungen aus der Wand. Jetzt wuerde
sich herausstellen, ob ihr Theorie richtig war. Vorsichtig, sich einige
Meter vom Kraftfeld entfernend, warf sie die Dilazinfaserleitungen
gegen das Kraftfeld.

Ein Funkenregen ergoss sich rund um das Kraftfeld. Ein Zischen war zu
hoeren, das immer lauter wurde. Starling wich lieber noch ein paar Meter
zurueck und ging in Deckung. Mit einer Explosion, die die Wand der
Jeffrisroehre schwer in Mitleidenschaft zog, loeste sich das Kraftfeld auf.
Der Zugang zum Maschinenraum war offen.


--- BRUECKE

Hajo tom Broek machte keine Anstalten den Phaser zu senken,
den er auf Josiah Carrington gerichtet hatte.

Er hatte in letzter Zeit gelernt, die kleinsten Details zu beachten.
Und solch ein Detail war, dass die Made, die soeben den Koerper
des Counselors verlassen hatte, nicht sofort verendete. Das war
bei der Made passiert, die aus Hajos Koerper verscheucht wurde.
Diese hier jedoch krabbelte munter auf ihn zu.

Hajo war verwirrt, fasste aber schnell einen Entschluss.
Er senkte den Phaser und zertrat wie zufaellig den Wurm,
der sich anschickte, auf seinen Schuh zu krabbeln.
Es knackte leise und Carrington guckte etwas befremdet.

"Sorgen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit dafuer, dass der Captain
ausser Gefecht bleibt. Sie hat sich nicht unter Kontrolle",
bat er den Counselor, von der er nun nicht genau wusste,
ob sie auf seiner Seite stand oder nicht.

"Und halten sie die Bruecke." Hajo hatte bereits festgestellt,
dass die wichtigsten Schiffskontrollsysteme in den MR transferiert
worden waren, also gab es hier nichts mehr zu holen.

Ohne die beiden Frauen aus den Augen zu lassen, ging er zum Turbolift.
"Miss Carrington! Ich habe noch zu tun." Dann schloss sich die Tuer.
Hajo war erleichtert. Ausserdem hatte er eine Idee. Doch dazu mußte
er auf die medizinische Station.

Wenig spaeter verliess er die KS mit einem modifizierten Tricorder
und machte sich auf in Richtung Maschinenraum.


---MASCHINENRAUM

Urga wurde gerade fertig mit Belloni. Nur noch ein Knopfdruck und sein
Kollege wuerde sich in das Land der Traeme begeben. Ploetzlich ertoente
ein dumpfer lauter Knall im Maschinenraum. Die Wandabdeckunung
krachte herunter und aus dem entstandenen Loch qualmte es gewaltig.

Urga laechelte und sah zu Mahon rueber:
"Miss Starling ist wohl angekommen..."

"Kuemmern sie sich um sie. Ich uebernehme Mr. Belloni. Sie koennen ihn
dann auch gleich abholen Mr. Urga", sagte der Wirt des Sicherheitschefs.

Urga schaute in das Loch rein. Als der Qualm sich gelegt hatte,
sah er die bewusstlose Miss Starling zusammengekauert im Gang
liegen. Die Druckwelle und die Rauchentwicklung hatten ihr Werk getan.

Urga beugte sich ueber sie. Aus einem seiner Nasenloecher kroch eine
fette weisse Made raus und fiel auf Starlings Gesicht.
Der Sicherheitsoffizier waere zu gern dageblieben, um zu beobachten,
wie die neue "Kollegin" zu sich kam, aber er musste sich noch um
Belloni kuemmern. Also machte er sich auf den Weg.

Nach einigen Minuten erreichte Urga den inzwischen bewusstlosen
Mr. Belloni. Mahon hatte es also geschafft, den Raum zwischen zwei
Kraftfeldern in dem der PO gefangen war, mit Gas zu fuellen.
Urga schaltete das Kraftfeld aus und kroch auf den bewusstlosen
Sicherheitsoffizier zu.
Ploetlich sah er einen Phaser auf ihn gerichtet.
Mr. Belloni richtete sich auf fragte Urga: "Was geht hier vor?
Was machen Sie im Maschinenraum?"

Mr. Urga musste sich was schnell einfallen lassen.
" Naja, ... wissen Sie, der Warpkernbruch war eigentlich nicht
so schlimm, und die Strahlung war bei weitem nicht toedlich,
wir haben die Sache eigentlich schon fast in den Griff bekommen..."

Als Urga sah, dass seine Erklaerung Mr. Bellonis Misstrauen nur
weiter vergroesserte, stoppte er und verpasste seinem Kollegen
einen blitzschnellen Kinnhacken. Belloni ging sanft zu Boden.

[GB: Was war das denn für ein Kinnhaken ?]

Urga laechelte und beugte sich ueber Belloni. "Noch einer von uns...",
dachte er, nachdem der Transfer vorueber war.

Dann weckte Urga Belloni, immerhin sollte er im 'großen Plan'
vorhanden sein und mithelfen. Dank des Transfers eruebrigten
sich alle Erklaerungen.

Georg wusste genau, was er tun musste: Soviele wie moeglich noch
auf ihre Seite zu ziehen. Am besten fing man mit der Sicherheitscrew
an, da diese Wirte ueber die noetigen Kraft verfuegten, um alle
Menschen an Bord zu 'befruchten'.

[GB: Ein Hoch auf unsere kompotente Sicherheitscrew...]

Also schnappte Belloni sich seinen Phaser und ging in Richtung KS.
Als er in den Turbolift einsteigen wollte, sah er Hajo tom Broek,
den angeblich auf der KS stationierten Wirt, vor sich im Lift stehen.

Belloni: "Was machen sie hier ? Sie sollten auf der KS liegen,
da man von ihrer Identitaet weiss. Nun, ja, da sie ja schon
mal hier sind.....lassen sie uns zum Sicherheitsbuero fahren.
Dort muessten einige Sicherheitsleute sein, die uns helfen koennen."

Mit einem Laecheln stieg Belloni ein, "Deck 7 !"


--- JEFFRIESROEHRE

Immer noch sassen Storrt und Tommok in der Jeffreysroehre zwischen
Maschinenraum und Gang fest. An beiden Seiten war ein Kraftfeld aktiv
und versperrte den Ausgang. Storrt fand an dieser Situation eigentlich
Gefallen, aber Tommok war so kuehl und distanziert wie das eben nur
ein Vulkanier konnte.

Die beiden waren natuerlich damit beschaeftigt, eines der
Kraftfelder zu beseitigen. Dies war aufgrund der mangelnden
Ausruestung kein leichtes Unterfangen. Eine Sammlung halbwegs
brauchbarer Gegenstaende lag zwischen den beiden am Boden
(Haarnadeln, Guertelschnallen, eine Brosche, 2 Komunikatoren,
Ohrringe und div. technische Geraetschaften, die von den Waenden
abmontiert waren), und sie bauten emsig an einem Feldverzerrer,
der Freiheit versprach.

Tatsaechlich gab das Kraftfeld diesmal ohne Explosion und ohne Rauch
den Geist auf und wurde inkonsistent. Ein Durchschluepfen war nun ohne
Gefahr moeglich, es prickelte lediglich auf der Haut. Sollte irgendjemand
das Kraftfeld ueberwacht haben, so konnte er nichts davon bemerkt haben.

Am Gang vor dem Maschinenraum schaute Storrt ihren Held
den Vulkanier an, und fragte unschuldig "Und was tun wir nun?"


--- BRUECKE

Josiah machte sich daran, den Captain wieder aufzuwecken.
Nachdem dies gelungen war und sie sich schon wieder räkelte,
aktivierte sie die gesicherte Verbindung zum Maschinenraum.

"Wir haben ein Problem. Broek hat eine Methode gefunden, die Maden
vom Wirt zu lösen, mit klingonischen Fresszellen. Jedoch ist dieser
Körper recht resistent dagegen, auch wenn er mir fortwährend immer
mehr Schwierigkeiten macht, sie wehrt sich sehr.
Passt auf jeden Fall auf, ich kümmere mich um unseren Captain.
Sonst noch irgendwelche speziellen Befehle?"

Mahon: "Nein, bleiben Sie, wo sie sind, um zu berichten.
Und danke für die Warnung. Wir kuemmern uns darum."


--- JEFFRIESROEHRE

Langsam kam Starling wieder zu sich. Jetzt wusste sie wieder,
wieso sie in Physik fast durchgefallen waere. Sie oeffnete die Augen.
Vor ihrem Gesicht lag eine fette weisse Made, bewegungslos.
Zuerst dachte Starling, sie waere neben ihrem Abendessen
aufgewacht, als sie ploetzlich feststellte, dass sie sich in einer
Jeffrisroehre befand. Langsam erinnerte sie sich wieder, an Josiah's
Versuch in den Maschinenraum zu kommen, an das Kraftfeld,
die Dilazinfaserleitungen die Explosion, nur eine fette weisse Made
kam in ihrer Erinnerung nicht vor. Wie lange sie wohl hier schon lag?

Egal, der Weg in den Maschinenraum war frei. Vorsichtig kroch sie
aus der Jeffrisroehre. Vor ihr lag der Maschinenraum. Mahon stand
an einer Computerkonsole und betrachtete etwas auf dem Bildschirm.
Als er Starling entdeckte, rief er sie zu sich. Er deutete auf den
Bildschirm, und murmelte etwas von 'bald wird er auch zu uns gehoeren'.

Starling verstand jetzt gar nichts mehr. Irgendetwas war hier geschehen,
waehrend sie bewusstlos war. In ihrer Verwirrung brachte sie nur ein:
"Ich bin hier, um zu sehen, ob jemand verletzt ist, und vielleicht
medizinische Hifle braucht..." heraus.

Keiner registrierte das, also naeherte sie sich Mahon, waehrend sie
versuchte, ihre Uniform von den Spuren der Explosion zu saeubern.

Auf dem Bildschirm waren Belloni und Urga zu sehen. Aus Urga's Nase
kam genau so eine fette weisse Made, wie Starling sie zuvor in der
Jeffrisroehre gesehen hatte. Die Made kroch in Belloni's Nase.
Langsam wurde Starling einiges klar. So also hatte irgendjemand
die Kontrolle ueber diese Personen erhalten. Dieser irgendjemand
hatte die Maden vermutlich auf der Station an das Aussenteam
weitergegeben, und diese gaben sie nun an alle Besatzungsmitglieder
weiter. Aber wieso war sie dann nicht betroffen ?

Waehrend Starling noch ueber diese merkwuerdigen weissen Maden
nachdachte, kam Josiah's Funkspruch von der Bruecke:

"...Broek hat eine Methode gefunden, die Maden vom Wirt zu lösen,
mit klingonischen Fresszellen...."

Jetzt war Starling einiges klar. Klingonische Fresszellen. Die waren ja
noch in ihrem Koerper. Sie erinnerte sich an damals, war schon ein paar
Jahre her. Sie hatten diesen klingonischen Bird of Prey in den Badlands
uebernommen und dabei hatte sie sich irgendeinen klingonischen Virus
eingefangen. Damals war nichts anderes an Bord gewesen, als diese
langlebenden klingonischen Fresszellen, die den Virus besiegt hatten.

Starling erinnerte sich nicht allzu gern an diese Zeit, an diese Zeit beim
Maquis, vor allem nicht an das, was danach kam. Jetzt verwarf sie diese
Gedanken an damals. Was hatte Josiah gesagt? Broek war nicht von
so einer Made besessen? Sie musste ihn finden, vielleicht war noch
er der einzige ausser ihr, der noch er selbst war.
Aber zuerst musste sie auf die KS.

"Ich werde mich um Broek kuemmern", sagte sie zu Mahon.

Sie wollte so schnell wie moeglich aus diesem Raum. Sie zog ihre
Tasche aus der Jeffrisroehre, die weisse Made nahm sie in die Hand.
Als sie aber den Maschinenraum verlassen wollte, rannte sie mit
voller Wucht gegen die verschlossene Tuer. Die weisse Made fiel
zu Boden und unter eine Computerkonsole. Starling beachtete
das nicht. Sie wollte nur raus hier. Viel zu langsam liess sich
die Tuerverriegelung oeffnen. Noch bevor die Tuer ganz geoeffnet
hatte, war Starling schon nach draussen geschluepft.

Sie lief den Gang entlang, bis sie ausser Sichtweite des
Maschinenraums war. Dann stieg sie in einen der Turbolifte.
"Krankenstation!" Der Turbolift setzte sich in Bewegung.

Jetzt erst bemerkte Starling, dass sie die weisse Made
im Maschinenraum verloren hatte.


--- TURBOLIFT

Hajo tom Broek beobachte unauffällig seinen Gegenüber.
Belloni machte einen zufriedenen und entschlossenen Eindruck.
Immer wieder huschte ein triumphierendes Grinsen über seine
irgendwie veränderten Züge.

Hajo tom Broek zog eine Braue hoch. Belloni hatte nicht bemerkt,
dass der Steuermann keinen Communicator mehr trug. Ein Blick auf
den Tricorder bestaetigte seine Annahme: Auch der Sicherheitsmann
war befallen. Aber Hajo war flexibel. 'Wenn der Berg zum Propheten
kommt, braucht der Prophet nicht mehr zum Berg.'

Er wuerde den Doktor spaeter suchen.

Hajo grinste Belloni an und bevor der Sicherheitsmann reagieren konnte,
hatte auch er eine Ladung Fresszellen intus. Belloni brach sang- und
klanglos zusammen. So weit so gut, allerdings konnte Hajo bisher
nicht die Made ausmachen, die den Koerper verlassen sollte...

Auf jeden Fall entschloss sich Hajo, Belloni in die Sicherheit
einer Arrestzelle zu bringen.

--- BRUECKE

Der Captain, oder zumindest der Wirt, war wieder wohl auf und
hatte die Hauptkontrolle übernommen. Josiah stand etwas abseits,
den Blick auf den Bildschirm gerichtet, der die verharrenden Asteroiden
zeigte. Plötzlich schoss wieder dieses weiße Licht vor ihren Augen weg.
Sie fiel auf die Knie herab, und musste sich abstützen, um nicht
vollends zu stürzen.

"Was war das?" fragte plötzlich die alte Josiah und richtete sich auf.
"Captain? Was ist passiert? Wieso sind keine Leute mehr auf der
Brücke?" Der andere schien zusehends überraschter, als der
Besetzer wieder die Kontrolle über Josiahs Körper gewann.

"Verdammt! Dieses kleine Biest ist ganz schön zäh.
Sie wehrt sich immer mehr."

"Gehen Sie zu Mahon, wir müssen was unternehmen, nicht,
dass Sie uns noch verloren gehen." befahl der Captain und
Josiah machte sich auf den Weg zum Maschinenraum.


--- TURBOLIFT

Wieder ein Anfall. Diesmal musste der Besetzer wirklich kämpfen,
um nicht die Kontrolle über den Wirt zu verlieren. Schweratmend
stützte sie sich mit der Hand an der Wand ab, aus den Augenwinkeln
liefen Bluttropfen, eine der Zeichen eines masiven Abstoßversuchs
des Wirtskörpers. Aber sie durften diesen Körper nicht verlieren,
weder diesen noch sonst einen der ausgewählten. Endlich hielt
die Kabine im Maschinenraum.


--- MASCHINENRAUM

Eiligen Schrittes und dennoch bleich trat Josiah ein.
Sie ging direkt zu Mahon, der sie prüfend und etwas erschreckt
musterte. "Es gibt ein Problem." sagte sie überfüssigerweise.
"Der Wirt wird zusehends stärker, ich kann ihn bald nicht mehr
kontrollieren. Aber der Counselor ist wichtig für uns.
Wir müssen etwas tun."

Mahon sah sie leicht nervös an: "Keine Sorge, das werden wir."


--- ARRESTZELLEN

Der Steuermann stand vor dem Kraftfeld. Auf der anderen Seite lag
der noch immer bewußtlose Belloni. Und waehrend Broek so vor
dem Kraftfeld der Zelle stand, kroch langsam ein weisser Wurm
aus Belloni's Ohr. Kurz danach kam Belloni auch aus seinem
Tiefschlaf zurueck und schaute den CONN an.

"Was ist passiert ? Eben war ich noch in der Jeffriesroehre und
redete mit Urga und jetzt bin ich IN einer Arrestzelle. Normaler
Weise stehe ich davor und nicht dahinter...."

"Sie wurden wie viele andere auf dem Schiff von einem Parasiten
befallen. Er uebernahm anscheinend ihren Koerper und benutzte
ihn als Wirt. Ich konnte sie im Turbolift abfangen, tja und jetzt
sind sie hier......", antwortete Hajo.

"Achso, verstehe und was haben wir jetzt vor ? Ich meine, wir
muessen doch irgendwie die anderen auch befreien. Haben Sie
ein Mittel, womit wir die Würmer bekaempfen koennen?",

"Klingonische Fresszellen sollten diese Arbeit uebernehmen.
Leider funktioniert das "Mittel" nicht bei jedem, dadurch koennte
es zu Komplikationen kommen."

Waehrend sie sprachen, liess Broek Belloni aus der Zelle heraus.

"Hmm, dann sollten wir als erstes den Sicherheitschef und McDuck
von dem Parasiten befreien. Sie sind wohl die wichtigsten Personen,
die uns auch jederzeit gefaehrlich werden koennten. Sie besitzen
noch alle Codes fuer das Schiff.
Haben sie da vielleicht ein paar Vorschlaege ?"


---KRANKENSTATION

Niemand war zu sehen, als Starling den Raum betrat. Die KS schien
verlassen zu sein. Ueberall standen noch halbfertige Arbeiten herum.
Stuehle waren umgekippt, alle Computerkonsolen noch immer
eingeschaltet. Anscheinend war das Personal sehr in Eile gewesen,
die KS zu verlassen. Starling war nur recht, dass niemand da war.
So konnte sie in Ruhe arbeiten.

Langsam ging sie in Richtung Labor 2, das am Ende der KS lag.
Auf dem Weg dorthin wurde ihr ploetzlich klar, dass sie die weisse
Made ja nicht mehr hatte. Und die war doch eigentlich der Grund,
weshalb sie hier war. 'Verdammt', dachte sie sich. Die Analyse
der Made wuerde warten muessen, bis sie eine neue gefunden hatte.
Aber irgendwo muesste hier doch noch dieses Praeperat aus
klingonischen Fresszellen sein. Das koennte ihr vielleicht noch
mal von Nutzen sein. Es wirkte zwar nicht bei jedem, aber vielleicht
doch bei einigen, und es war besser als gar nichts.

Waehrend Starling nach dem Praeperat suchte, stiess sie unbeabsichtigt
ein Glas von einem der Tische. Das Glas zersprang laut klirrend, als es
auf den Boden fiel. Starling wirbelte herum, bemerkte aber gleich, dass sie
selbst das Glas vom Tisch gestossen hatte. Und sie entdeckte noch etwas.
Zwischen den Scherben lag eine tote weisse Made. Wie diese Made
hierhergekommen war, war fuer Starling im Augenblick irrelewant.
Wichtig war nur, dass sie jetzt doch noch diese Made analysieren konnte.

In diesem Augenblick hörte Starling aus Basani Büro ein dämonisches
Lachen. Es klang nach Triumph, nach Vision, nach finsterer, amüsierter
Gewißheit. Vorsicht näherte sie sich der Tür, als diese plötzlich
aufzischte und ein gutgelaunter Chefdoktor mit einem siegesgewissen,
stolzen Grinsen heraustrat. Er bedachte Starling mit einem milden Lächeln
und fragte dann mit väterlich-sanfter Stimme, die einen bösen Unterton
in sich trug:
"Na, Sie haben nicht zufällig Lust auf einen kleinen Imbiß?
Oder eine Tasse dampfenden Kaffee vielleicht? Oder einen
fruchigen Coktail?"

Starling starrte ihn verwirrt und beunruhigt an, während Basani hoffte,
daß sie ja sagen würde. So würde sie die Erste sein, die von seiner Idee
"profitieren" konnte.

Nochmal genoß Basani innerlich die Gewißheit, daß durch seine Arbeit
jedes Replikat, daß die Nahrungsreplikatoren der Mirage von nun an
produzierten, eine kleine weiße, schleimige wurmähnliche Überraschung
"gratis" dazu liefern würde. Spätestens nach dem Abendessen würde
die Mirage so gut wie komplett in ihrer Hand sein. Ja, er hatte IHNEN
nicht nur gut gedient, er hatte sich selbst übertroffen.
Er würde seinen Dank erhalten, das war sicher.

[GB: Der Spielleiter würde zufrieden sein...;-)]

Starling hatte noch nicht geantwortet.
Basani lächelte unschuldig und bewegte sich zum Replikator hinüber.

"Zwei Tassen atelanischen Minztee mit einem Schuß Bourbon
und zwei bunten Schirmchen bitte."

Das Gewünschte erschien und Basani schlenderte mit dem exotisch
duftenden Getränk auf Starling zu:

"Den sollten Sie probieren, der macht munter und beruhigt die Nerven.
Das können wir beide sicher brauchen."

Basanis Lächeln war ebenso freundlich wie falsch.

"Jetzt werden wir zwei mal etwas gegen die Bedrohung des Schiffes tun.
Uns wird schon etwas einfallen. Wir müssen die Fremden bekämpfen."

Er hielt Starling die Tasse hin:
"Hier, trinken Sie erstrmal !"


---ARRESTZELLEN

Hier grübelten Hajo tom Broek und Georg Belloni noch immer,
was sie mit ihrer wiedergewonnenen geistigen Freiheit anfangen
konnten. Sie mussten auch die anderen von den Parasiten befreien.
Aber wie ?

Schliesslich setzte Hajo tom Broek an:
"Zuerst muessen wir wohl oder uebel in die KS, da mein Injektor fast
leer ist und Sie auch einen benoetigen. Weiterhin brauchen wir dringend
jemanden, der ein sicheres Mittel gegen diese Viehcher entwickeln kann.
Deshalb suchte ich den Doktor. Basani ist allerdings auch befallen."

Waehrend er weitersprach, machten sie sich schnellen Schrittes
auf den Weg zur KS.

"Auf der Bruecke waren vorhin nur der Captain und der neue Counselor,
beide in fremder Hand. Bei Wollester hat das Mittel definitiv versagt
und bei Carrington auch, denke ich. Aber sie spielte mir vor, dass sie
auf meinere Seite waere, deshalb habe ich mich schnell aus dem Staub
gemacht. Im Maschinenraum, wo auch alle Kommandofunktionen liegen,
werden sie deshalb wahrscheinlich ueber mich Bescheid wissen, ueber
SIE aber noch nicht. Deswegen wird ihnen die schwere Aufgabe zufallen,
das Mittel an moeglichst viele zu verteilen, ohne dabei draufzugehen."

Die beiden Maenner hasteten durchs menschenleere Schiff zur KS.
Hajo sah auf seinen Tricorder. Es ist jemand drin und ich kann nicht
feststellen, ob er uebernommen ist."

Mit gezueckten Phasern betraten die beiden die medizinische Abteilung
und sahen wie Basani ein Tasse mit einem Getraenk zu Starling hielt.
Eigentlich ein nicht so unnormale Szene, wenn da nicht der rote Alarm
gewesen waere...

[GB: Von wegen unnormal...andere fahren Wasserski...]

Belloni achtete auf jede Bewegung Basani's, da er laut Hajo auch
dazu gehoeren sollte. 'Wieso ist Starling jetzt hier und nicht im
Maschinenraum ? Wie ist sie da raus gekommen ?', dachte Belloni.

Bevor die beiden Maenner etwas sagen konnten, begruesste der Doktor
sie: "Mr. Belloni, Mr. Broek. Wie geht es ihnen ? Wollen Sie eine
Tasse Kaffee ?", fragte Basani die beiden, "Mrs. Starling und ich
versuchen gerade einen Weg zu finden, wie wir die Fremden
aufhalten koennten. Haetten Sie da vielleicht eine Idee ?"

Belloni: "Doktor Basani, bitte entfernen Sie sich von Mrs. Starling...
........und...und stellen sie dabei auch gleich diese Tasse weg."

Starling war einige Schritte zurueckgewichen, moeglichst weit weg
von Basani. Er war ihr nicht ganz geheuer, im Gegenteil er machte
ihr Angst mit seiner Art. Er war so anders als sonst.

Starling suchte nach einem Phaser, oder sonst irgendeiner Waffe,
in ihrer Reichweite, aber das einzige, das sie fand, war ein Hypospray
mit Beruhigungsmittel. Sie nahm es in die Hand, verbarg es aber vor
Basani hinter ihrem Ruecken. Dann ging sie auf ihn zu.

"Doktor, wieso diese laecherlichen Vorwaende? Wir wissen
doch beide, auf welcher Seite wir stehen, auf der Gewinnerseite.
Ich weiss, wir haben so viel gemeinsam."

Sie trat ganz nahe an Basani heran, nahm ihm die Tasse aus
der Hand und stellte sie auf einen Tisch.

Belloni und Hajo beobachteten die Szene ueberrascht.

"Und ich weiss, dass sich mein Wirt sehr zu Ihnen hingezogenfuehlt,
und ich glaube es geht Ihnen doch auch nicht anders." Ihr Stimme
klang sanft, liebvoll, nur in ihre Augen spiegelte Entschlossenheit wieder.

Sie legte ihre Arme um Basani's Hals. Noch bevor dieser registrieren
konnte, was vor sich ging, hatte sie ihm auch schon das Hypospray
an den Hals gehalten. Basani sackte auf den Boden zusammen.
Starling wich einen Schritt zurueck.

Jetzt musterte sie Belloni und Hajo. Waren die beiden die,
fuer die sie sich ausgaben? Oder hatte Belloni es geschafft,
auch Broek eine Made zu verpassen?

Hajo tom Broek sah auf seinen Tricorder, dann auf Belloni,
dann auf Starling, zum Schluss wieder auf seinen Tricorder.
Zu Belloni gewandt:
"Ich weiss nicht woher, aber sie hat die Fresszellen intus."

Er warf einen erleichterten Blick auf Starling.
"Willkommen im Team, Miss. Dann waeren wir also nun zu dritt."

Hajo bemerkte den schiefen Blick, den Starling ihm und seinem
Kollegen zuwarf. Er seufzte.
"Sie koennen uns vertrauen, wir sind durch die selben klingonischen
Zellen geschuetzt wie Sie. Und ich denke, dass wir dadurch auch
erstmal immun gegen neuerlichen Befall sind."

Starling guckte noch immer nicht ueberzeugt, also warf Hajo ihr
seinen Tricorder zu und forderte sie auf, es selbst zu ueberpruefen.

Schliesslich kam man doch ins Gespraech miteinander.
Hajo tom Broek bemuehte sich, System in die ganze Angelegenheit
zu bringen. "Wir haben nun mehrere Aufgaben. Zum einen muessen
wir ein sicheres Mittel gegen die Maden finden. Zum anderen
muessen wir direkten Widerstand organisieren. Wollester ist in
fremder Hand, Mahon und McDuck wahrscheinlich auch.
Hat jemand eine Ahnung ueber den Verbleib von Tommok?
Oder haben sie noch andere Vorschlaege?"

Während die anderen überlegten, fiel Hajo noch etwas ein: Basani.
Den hatten sie fast vergessen. Hajo trat an den Bewusstlosen
heran und verabreichte ihm die klingonischen Fresszellen.


---VOR DER KRANKENSTATION

McCourt war gerade auf dem Weg in ihr Quartier, als sie
Stimmen aus der KS hörte. Kurzentschlossen trat sie ein.

Sie fand es etwas befremdlich, daß es keiner der Crew für wichtig
befunden hatte, wie sie als Ex-Borg generell auf Maden reagierte.
Keinem hatte sie mitteilen koennen, daß Maden generell,
und diese hier im Besonderen, sehr schlecht in hydraulikoelen und
sonstigen Kunststoffklump ueberleben konnte.
Wieder mal hatte sie das Gefuehl von der ganzen Mannschaft
nichts mitzubekommen. Sie hatte ihre Tage in Labors verbracht,
nach wirksamen Impfungen gegen Schaedlingsbefall aller Art
geforscht und keiner kam je auf den Gedanken mal sie zu fragen.

Jaja, Außenteams erfaßt halten, das konnte sie, leider hatte
sie dabei auch schon oft einige verloren, aber wen kuemmerte
das schon. Sie war definitiv gefrustet. Und das merkte man
auch an ihrm Gesichtsausdruck, als sie die drei anderen traf.

Trotz allem Mißmutes sprach sie sie an:
"So Mr. Broek und der Rest, wie ich ihrem Gespraech entnehmen
konntem, haben sie drei die klingonischen Freßzellen in sich.
Nun ich nehme mal an, logischerweise sind sie also nicht verseucht.
Wie nett, denn ich bin es auch nicht. Kann ich ihnen vielleicht
irgendwie mit meinen wissenschaftlichen Faehigkeiten weiterhelfen?"

Irgendjemand murmelte: "Aber natuerlich koennen sie das..."

"Nun, dann frage ich mich, warum sie nicht schon
vor Tagen zu mir gekommen sind..."

Betretenes Schweigen herrschte in der Runde.

Hajo tom Broek sah auf seinen Tricorder. McCourt war aufgrund ihres
Innenlebens in der Tat nicht befallen. Da haette er auch schon frueher
drauf kommen koennen, aber dennoch war das hier nicht der richtige
Zeitpunkt fuer die Wissenschaftlerin, die beleidigte Leberwurst
raushaengen zu lassen.

[GB: Leberwurst ist irrelevant.]

"Miss McCourt, wenn ich vor einigen Tagen zu Ihnen gekommen waere,
haetten wir uns zwar ein paar schoene Tage auf der Reise nach Tariga
machen koennen, aber ansonsten haette uns das wenig gebracht.
Weiterhin moechte ich nur noch mal darauf hinweisen, dass ich im
Moment der Ranghoechste bin (auch wenn das nicht viel heissen will)
der zur Verfuegung steht, also gelten im Zweifelsfall meine
Entscheidungen, bis wir eindeutig einen der Offiziere oder einen
anderen Ranghoeheren auf unserer Seite haben."

Belloni wandte sich an Broek und beantwortete etwas spät seine Frage:
"Wo Tommok ist? Er war mit Mahon aufs Maschinendeck gegangen.
Ich schätze er ist jetzt mit infiziert. Auf ihn koennen wir wahrscheinlich
nicht zaehlen. Aber was halten sie davon, wenn ich versuche in den
MR zu kommen, waehrend Starling ein Mittel gegen die Wuermer
findet? Sobald Basani aufwacht, kann er ihr helfen, solange benutze
ich die Freßzellen, um ein paar wieder auf unsere Seite zu bekommen,
da niemand von mir bisher weiß."

Starling und Broek sahen sich ein wenig verdutzt an.

Starling: "Das koennte klappen, aber es wird sehr gefaehrlich fuer
sie werden, wenn die Freßzellen nicht ihre Arbeit tun. Ich schlage
trotzdem erst mal vor, den Doktor zu fesseln, da man ja nicht weiß,
wie er sich verhalten wird."

Zwei Minuten spaeter war der Doktor verschnuert wie ein Weihnachtspaket.

[GB: Seid vorsichtig bei dem was ihr tut...;-)]

Broek: "Die Frage ist nur, was werde ich tun ? Ich schaetze mich
nicht gerade als Wissenschaftler ein und bin mir nicht sicher,
ob ich noch unerkannt bin."

"Das ist wahr. Vielleicht sollten sie sich beim Captain versuchen.
Ich werde jetzt erst mal zum MR gehen, oder haben Sie noch
irgendwelche Einwaende ?" Dabei sah Belloni beide Offiziere an.

McCourt räusperte sich: "Hmmmm, ich stehe hier seit Anbeginn
ihrer Überlegungen, dennoch scheinen Sie auf meinen Rat nicht
zurückgreifen zu wollen." Sie wurde furchtbar rot im Gesicht.

"ICH bin hier schließlich von der Wissenschaft, und ICH denke,
daß wir unbedingt ein 100 %ig effektives Impfmittel brauchen
oder uns ein bißchen mit Nanotechnik beschaeftigen sollten,
um die Dinger in dern Koerpern einfach zu zerstueckeln. Außerdem
lieben Maden eine saure Umgebung. Ich wuerde daher eine basische
Diaet empfehlen, so aehnlich wie die Trennkost des 20.Jahrhunderts"

Hajo deutete auf McCourt und Starling. "Tun Sie, was Sie fuer richtig
halten. Als Versuchsobjekte stehen Ihnen der Doktor und Mr. Manell
zur Verfuegung, die beide scheinbar keine Reaktion auf die Fresszellen
zeigen. Tun Sie Ihr bestes, aber bringen Sie sie nicht um."

Dann wandte er sich an Belloni.
"Ich habe mich bereits am Captain versucht, gerade deshalb bin ich
der Meinung, dass ich bereits entdeckt wurde. Nehmen Sie genug
von den Fresszellen mit, wenn Sie in den MR gehen.
Und modifizieren Sie einen Tricoder wie den meinigen, damit Sie
genau wissen, wer befallen ist und wer nicht. Man hat schon mal
versucht, mich zu taeuschen."

Hajo tom Broek steckte sich den Communicator des Doktors an.

"Halten Sie staendig einen offenen Kanal zu Basanis Communicator,
damit ich weiss, was vor sich geht. Ich werde derweil alle moeglichen
Leute von der Sicherheit unserer Loyalitaet versichern. Wir muessen
dringend die Kommandofunktionen zurueckerlangen. Mir gefaellt die
Vorstellung nicht, dass wir von Asteroiden eingekreist sind und das
Schiff nicht unter Kontrolle haben."

Dann wandte er sich wieder an die beiden Frauen:
"Ach ja, gucken Sie mal, was der Doktor Ihnen fuer ein Getraenk
unterjubeln wollte, dass hat er wahrscheinlich nicht aus
Menschenfreundlichkeit getan. Das waere es von meiner Seite.
Hat noch jemand was zu sagen? Ansonsten viel Glueck!"

Wie alle anderen schaute Belloni in die Runde. Anscheinend hatte
niemand mehr was zu sagen. Also nahm Belloni sich mehrere
Hyposprays voll gefüllt mit klingonischen Freßzellen, steckte einen
Phaser in seinen Stiefel und machte sich auf in Richtung MR.

McCourt schulterte den Doctor und machte sich mit Starling
auf den Weg in die Wissenschaftsstation.


--- MASCHINENRAUM

Mit einem Gefühl der Nervositaet trat Georg in den MR. Er sah
Mahon an einer Konsole stehen und da er anscheinend hier das
Kommando fuehrte, ging Belloni direkt auf ihn zu.

"Ah, unser Neuankoemling Wirt Belloni, Urga hat uns schon
alles erklaert. Waren sie im Sicherheitsbuero und haben sie
ihren Auftrag erledigt ?", fragte Mahon.

"Aeh, ja aeh.....Sir....", antwortete Belloni stockend.

"Was ist mit ihnen los? Und was für Hyposprays
haben sie da eigentlich in der Hand ?"

Schnell musste Georg sich was einfallen lassen:
"Nun ja, auf dem Rueckweg bat mich Basani, auf die KS zu kommen,
da er gehoert hatte, dass der Wirt Carrington nicht unter Kontrolle
zu bekommen war. Also suchte er ein Mittel, das dies bei anderen
Wirten verhindern sollte."

"Und das ist jetzt da drin ? Hmm warten sie,
ich werde es ueberpruefen. Mahon an Dok......"

"Oh, das duerfen sie nicht. Der...aeh.... Doktor sagte, dass er jetzt
nicht gestoert werden darf. Er sagte etwas von....noch mehr Wirten
befallen lassen....", unterbrach ihn Belloni.

Misstrauisch schaute Mahon Belloni an.
Er fand aber keinen Grund, ihm nicht zu glauben.

"Nun gut, fangen sie an das Zeug zu spritzen."
Dabei hielt er ihm den Arm hin.

Belloni spritze es ihm und............nichts passierte, wie erwartet.

'Andorianer ! Ich wusste, dass das Zeug bei denen nicht
funktionieren würde ! Typisch ! Aber vielleicht habe ich
ja bei McDuck mehr Glueck.', dachte Belloni.

"Ist noch was ?", fragte Mahon.

"Nein, nein...ich werde es weiter spritzen:"
Damit machte er sich auf den Weg zu McDuck,
welcher ihn groß anschaute.

Belloni: "Anordnung vom Doktor und von Mahon, jeder soll eine Ladung
Medizin bekommen, um die Wirte leichter unter Kontrolle zu haben."

Mit einem kurzem Nicken bestaetigte McDuck und hatte kurz darauf
eine ganze Ladung Freßzellen im Blut.

Carrington hatte die ganze Szene mit angesehen, stürzte zu Belloni und
riss ihm das Hypospray aus der Hand. Als Mahon sich verwirrt umwandte,
erklärte sie: "Das haben die auch schon auf der Brücke mit Wollester und
mir versucht. Das ist nicht zum Kontrollieren des Abstoßungsprozesses,
das stößt uns ab!"

Mahon fuhr herum, aber es war nicht mehr nötig, etwas zu unternehmen,
Georg hatte von Josiah schon einen Schlag bekommen und lag bewusstlos
auf dem Boden. "Ich sagte euch doch, dass man ihm nicht trauen kann.
Deshalb wollte ich doch noch den Counselor." murrte der Wirt Carrington.

Josiah presste sich die Hände an die Schläfen.
"Verdammt, dieses Biest will nicht aufgeben....
........mich besiegt ihr nicht so leicht!"

Die wirkliche Josiah schien langsam wieder die Kontrolle zurück zu
erlangen. Nachdem sie zusammengebrochen war verließ die Made
ihren Körper und nisstete sich bei Belloni ein. Währenddessen stand
Josiah wieder auf. Mit einem Schwindelgefühl und irren Kopfschmerzen
sah sie Mahon an. "Was habt ihr mit Belloni gemacht?"

"Nichts, noch nicht. Zuerst bist du dran."
Belloni richtete sich auf, er war wieder einer der ihren.

"Die Fresszellen wirken nicht mehr." erklärte er kurz. Dann brach er
zusammen und blieb bewusstlos liegen. Mahon wollte sich ihm nähern,
als Josiah warnend rief: "Rühr' ihn nicht an!"

Mahon: "Und wer soll mich aufhalten? Du?"

"Ich habe dich gewarnt." bestätigte Josiah.

Als der COS sich dennoch ungerührt zu Belloni begeben wollte,
ruckte Josiahs Hand in die Höhe, und der andorianische Wirt wurde
wie von Geisterhand in die Luft und gegen die hintere Wand geschleudert.

[GB: Die Macht kann großen EInfluß haben auf die geistig Schwachen...]

Danach brach Josiah bewusstlos zusammen.


---WISSENSCHAFTSSTATION

McCourt betrat als erste das kuehle Labor, nachdem sie viel Zeit
hier verbracht hatte, hatte sie es sich angewöhnt die Temperatur
auf ihr angenehme 7 Grad herunterzudrehen.
(bei diesen Temperaturen halten sich naemlich Leberwuerste laenger!;) )

Doch aus Rücksicht auf das mitgebrachte Paket, Doktor Basani,
erhöhte sie diese. Sie lud das Mitbringsel auf einem der Labortische ab.
Obwohl sie eigentlich einen robusten Magen hatte, grauste es ihr schon
etwas beim Anblick der weißen Krümelchen, die ständig aus den
Koerperoeffungen des Herren kamen. Starling bereitete einige Tinkturen
vor, die sie als Versuchsreihe verwenden wollten und McCourt ging die
Datenbank durch, waehrend sie zaertlich Reagenzglaeser watschte.

Das Gegenmittel oder die Impfung sollten moeglichst einfach zu verteilen
sein, da kam eigentlich nur eine Verteilung ueber die Atemluft in Frage,
schon alleine deshalb, weil sie schauderte, wenn sie bloß daran denken
mußte, was für einen Anblick die zu impfenden Personen innerlich boten.

Sie wandte sich an Starling: "Ich beginne jetzt mit den Tests der
MicroSonden, mal sehen ob wir diese Dinger irgendwie mechanisch
zerstueckeln koennen. Ich empfehle, daß sie sich vielleicht mal mit
den natuerlichen Feinden von Maden oder ähnlichen Invasoren
beschaeftigen."

[GB: Schuhsohlen ?]

Insgeheim bewunderte sie diese Dinger.
Die hatten das Assimilieren wirklich gut drauf.

Etliche Stunden schienen vergangen zu sein, als McCourt endlich mit
ihrer Testreihe fertig war. Es hatte sich herauskristallisiert, daß eine
Kombination aus Zerstückelung und Zersetzung im Labor die besten
Ergebnisse lieferte. Nun, das Zersetzen mittels eines Gemisches aus
Trichlordifluormetylethylglycol und Wasser stellte keinerlei Hindernis
dar, da die Chemikalie gasförmig und Wasser ja fast in allen Lebewesen
vorhanden war. Nur wie sollten sie die Nanoroboter zur Zerstueckelung
in jeden einzelnen Koerper bringen?

McCourt stand vor einer weiteren Herausforderung, aber beschloß,
dieses Problem besser der erfahreneren Starling zu ueberlassen.

Starling hatte sich inzwischen mit dem Replikatorsystem auseinander
gesetzt. Basani hatte ganze Arbeit geleistet. Seine Idee, das ganze
Replikatorsystem zu manipulieren, hatte er fast zu gut ausgefuehrt.
Die Befehle waren komplex und kompliziert genug versteckt,
dass Starling nach einigen erfolglosen Versuchen das ganze
System abschaltete und wieder neu startete. Dann versuchte
sie Basani's Befehle wieder aus dem System zu entfernen.

Als McCourt sie wegen ihrer Idee mit den Nanorobotern ansprach,
war das Replikatorsystem bereits wieder brauchbar.

Jetzt stand sie vor einem neuen Problem, das es zu loesen galt.
Waehrend sie nachdachte, Nanoroboter waren nicht gerade ihr
Lieblingsgebiet, wanderte sie im Raum auf und ab, und murmelte
dabei leise vor sich hin. Dann wandte sie sich an McCourt:

"Wir koennten etwas versuchen. Man muesste die Nanoroboter
nur auf eine bestimmte DNA-Struktur programmieren. DNA hat
jedes Lebewesen eine andere. Wir muessen nur genuegend
Nanoroboter programmieren. Und es gibt da noch ein Problem:
Auf der USS Enterprise hat einmal ein etwas zu vorlauter Faehnrich
zwei Nanoroboter zusammen gegeben, und die haben sich dann
eigenstaendig gemacht. Das war damals ein ziemliches Problem.
Wenn wir jetzt die Nanoroboter freilassen, koennte dasselbe
passieren. Ideal waere, wenn wir sie direkt auf die befallenen
Personen oder in deren Naehe bringen koennten. Das duerfte hier
auf dem Schiff nicht so ein Problem sein, aber wir wissen nicht,
was auf der Station los ist."

Starling machte sich bereits daran, einige Nanoroboter zu
programmieren. Als sie fertig war packte sie sie in ihre Tasche
und wandte sich noch einmal an McCourt:

"Wir werden das ganze jetzt einfach in der Praxis testen. Broek und
Belloni werden schon eilig darauf warten, um in den MR gehen zu
koennen. Verteilen Sie bitte das Trichlordifluormetylethylglycol ueber
das Belueftungssystem und programmieren Sie die restlichen
Nanoroboter. Wir sehen uns dann beim MR."

Mit diesen Worten verliess sie die Wissenschaftsstation,
und lief, nachdem sie sich bei Broek gemeldet hatte,
den Gang entlang Richtung MR.


---GANG

Hajo tom Broek, einige Decks entfernt, hoerte neben dem Bericht
von Starling ueber seinen Communicator auch, was sich im MR
abspielte. Er hatte mittlerweile ein gutes dutzend Getreue um sich
gesammelt und fast nochmal so viele in die Arrestzellen verbannt.

Hajo hoffte instaendig, dass Belloni nichts Ernstes zugestoßen war.
Der Steuermann wusste jetzt wieder nicht genau, wer zu ihm gehoerte,
und wer nicht. Aber das war jetzt egal. Im Zweiffelsfallewuerden sowohl
Belloni als auch Carrington ausser Gefecht gesetzt werden.

Seine Leute, hauptsaechlich aus der Sicherheitsabteilung, waren alle
"vorgeimpft" und mit Sicherheitshelmen ausgestattet, die sie aus der
Waffenkammer hatten. So hofften sie, den Maden jeglichen Zugang
zum Gehirn zu verwehren. Ein kurzer Funkspruch an die Wisenschaft,
dass sie sich beeilen sollten, dann arbeitete sich der Trupp, staendig
anwachsend, langsam aber sicher gen Maschinenraum vor.

--- JEFFRIESROEHRE

Tommok zog eine Augenbraue hoch. Seit fast einer Stunde war er nun
gemeinsam mit Miss Storrt am Basteln an den diversen Kraftfeldern,
die ihn immer noch in der Jeffriesroehre festhielten.
Das erste hatten sie zwar neutralisieren können, doch inziwschen
tauchten immer neu auf. Sollte dieses hier endlich das letzte sein ?

"Computer, Feldintegritaet an dieser Stelle messen."

"96%, Schaetzchen. So wird das hier alles nichts."

Storrt schaute den Vulkanier mit grossen Augen an.

"Commander, werden wir hier in der Roehre verhungern?"

In dem Moment hoerten die beiden ein Rumpeln von der Seite.
"EY! Ist da jemand?"

Tommok erkannte die Stimme. "Crewman Bauer, wir sind
hier in der Jeffreys-Roehre. Allerdings gibt es hier Kraftfelder."

"Ja, klar, Sir, einen Moment, ich versuch mal, was ich hier tun kann."

Man hoerte ein kraeftiges Rumpeln und Rasseln, dann das Piepsen
eines Tricorders, schliesslich das Zwitschern eines Computer-Terminals.

"So, Commander, ich habe hier ein Kraftfeld-Loch von 50cm
Durchmesser. Versuchen sie's!"

Er blickte Storrt an. "Nach Ihnen, Miss Storrt!"

Storrt betrachtete die knisternde Oeffnung im Kraftfeld zweifelnd.
Schliesslich gab sie sich einen Ruck und schlaengelte sich durch.
Tommok kam unmittelbar hinterher.

Ploetzlich waren die drei von einer Horde Sicherheitsleuten umringt.
Storrt gab ihrem inneren Wunsch nach, und verschaffte sich mit ein
paar Tritten und Schlaegen Platz, aber sie wurde sogleich an die
Wand gedrueckt. Aehnlich ging es auch Bauer und Tommok.

Irgendjemand hielt ihnen einen Tricorder unter die Nase.
"Sie haben nichts intus ... sie muessen uebernommen sein",
sagte er sehr zum Unverstaendnis von Storrt und Tommok.
Dann presste man ihnen ungefragt einen Hypospray an den Arm
und drueckte ab. "Verdammt es wirkt nicht!" sagte wieder einer
der Sicherheitsleute "steckt sie in die Arrestzelle zu den anderen".

Das wahr dann fuer Storrt zuviel, zuerst eine Stunde in der Jeffries-
Roehre und nun sollte sie in eine Arrestzelle? Tief in ihrem Inneren
machte ein kleiner emotionaler Schalter klick und Storrt versankt in
dem Wahn, den sie in letzter Zeit nur muehsam zurueckhalten konnte.

Spaeter konnte sie sich nicht mehr daran erinnern, was alles
passiert war.
[GB: Einige Sicherheitsleute hatten ein sehr entspanntes
Lächeln auf den Lippen...:-)]
Auch alle anderen Anwesenden konnten sich nicht erklaeren,
wie es der Chief gelungen war, gegen die Uebermacht der
Sicherheitsleute anzukommen. Mit der Ausbeute von zwei
Phasergewehren und einem Sicherheitshelm erschwand sie im Gang.
Selbst die Sicherheitsleute, die nach ihr suchen sollten,
fanden sie nicht mehr. Storrt war auf der Mirage untergetaucht.


--- MASCHINENRAUM

Jason erwachte. 'Oh, Mann.' dachte er, 'hat jemand die Nummer
des Lastwagens aufgeschrieben, der mich gerade überrollt hat.'

[GB: NCC-1794 B ...]

Etwas wackelig auf den Beinen erhob er sich vom Boden. Er sah sich
um und bemerkte Belloni, Mahon und eine ihm noch unbekannte Person
auf dem Boden liegen. Ausserdem bemerkte er irgendwelche Maden,
welche sich relativ schnell auf dem Boden auf die einzelnen Personen
hinbewegten. Neben ihm krabbelte ebenfalls so ein Ding.
Kurzum - McDuck erhob seinen Fuss und zertrampelte sie.

"Was für eine Schweinerei."

Langsam kam seine Erinnerung wieder. Dieses Ding war in ihm
drin gewesen. Schnell sah er sich nach den anderen Maden um,
doch diese waren schon verschwunden. Er trat an die unbekannte
Frau heran, gab ihr eine leichte Ohrfeige. Sie wachte langsam auf.
Plötzlich packte sie Jason und hielt ihn am Hals fest.

Jason stammelte:" Dasss issst aber eine nette Begrüssung."

Waehrend McDuck von der Hand einer ihm unbekannte Frau
festgehalten wurde, kroch der Wurm, welcher erst vor ein paar
Minuten einen Platz in Belloni's Nase gesucht hatte, wieder heraus.
Er kringelte sich noch ein wenig und starb dann kurz darauf.
Fast gleichzeitig kam Belloni wieder zu sich......

'Wo bin ich ? Was ist passiert ?' einige Sekunden spaeter
erinnerte sich Georg an seinen Auftrag hier im MR. Schnell hob
er das Hyprospray und den Tricorder auf. Erst jetzt bemerkte er,
was sich ein paar Meter neben ihm statt fand. McDuck wurde aus
einem unerfindliche Grund von Carrington am Hals festgehalten,
aber anscheinend hatte sie ein wenig die Staerke vom Chefingenieur
unterschaetzt, denn er hatte nur wenig Muehe, sich von ihr loszureissen.

Josiah ließ erschrocken los, als sie bemerkte, wen sie da eigentlich
erwischt hatte. "Tut mir leid. Sie sind keiner von denen, oder?"

Etwas verwirrt versuchte sie aufzustehen, musste sich aber
an der Wand festhalten, da ihr immer noch schwindelig war.
Der innere Kampf mit der Made und dann noch das zwangsläufige
Einsetzen der Telekinese waren fast zu viel gewesen.
Ihr etwas erschöpfter Blick wanderte durch den Maschinenraum
und blieb schließlich an Mahon, oder was immer er jetzt war,
hängen. Dann blickte sie wieder den Chefingenieur an.

"Wie geht es Ihnen? Sind Sie verletzt?"

"Mir geht's gut, danke der Nachfrage und mit mir scheint alles in
Ordnung zu sein..... Was war eigentlich los?? Ich kann mich kaum
an etwas erinnern. Ach übrigens, wir sind uns offiziell noch nicht
vorgestellt worden. Ich bin Jason McDuck,..."

"Ja, ja, ich weiss. Ich bin der neue Councelor, Josiah Carrington."

"Äh, sehr erfreut. Hmm, ich glaube wir sollten uns mal um die
beiden kümmern.", grinste Jason.

"Nun, wie Sie sicherlich schon festgestellt haben, haben uns
diese...Dinger ... beherrscht, und das gleiche ist auch mit Mahon
und den anderen passiert. Die Ursache muss auf der Station liegen.",
sagte Josiah, dann korrigierte sie sich:
"Die Ursache LIEGT auf der Station. Da bin ich mir sicher,
ich habe es gespürt."

Dann folgte Josiah Jasons Blick und nickte, ebenfalls mit einem
leichten Grinsen. Sie stand auf und ging zu Mahon hinüber,
innerlich bereit, ihn wieder quer durch's Zimmer zu schleudern,
falls er wieder angreifen wollte.

Jedoch erwies sich ihre Vorsichtsmaßnahme als überflüssig,
Mahon rührte sich nicht. Ohne den Blick von Mahon abzuwenden,
meinte Josiah: "Kümmern Sie sich bitte um den ANDEREN."


--- JEFFRIESROEHRE

Urga kroch nun schon seit einigen Stunden in den Jeffriesroehren
umher und versuchte einen neuen Plan auszuarbeiten. Die letzten
Crewmitglieder, die umgewandelt wurden, meldeten sich nicht mehr.
Der Maschinenraum antwortete auch nicht.Es wurde zunehmend
schwieriger, die Situation unter Kontrolle zu halten. Nach einer kurzen
Pause beschloss, er sich die Situation auf der Bruecke vorzunehmen.


--- GANG

Eine Abdeckplatte fiel hinunter. Der ehemalige Sicherheitsoffizier Urga
kroch raus und machte sich auf den Weg zur Brücke. Ploetzlich hoerte
er eilige Schritte mehrer Personen. Urga schaffte es gerade so,
sich noch in einem Gang zu verstecken als eine Gruppe von
sechs behelmten und mit Hyposprays bewaffneten Sicherheitsleuten
an sich vorbeirennen sah.
"Verkleidungsfete?" dachte Urga und setzte seinen Weg fort.

Nach einigen Minuten erreichte er die Bruecke.


--- BRUECKE

Wollester stand an den Konsolen und tippte fieberhaft herum.
Ihr Hinterkopf glaenzte und war schweissbedeckt. Als sie Urga
sah, hoerte sie nicht auf mit ihrer Arbeit , sondern berichtete mit
leichter Veraergerung ueber den Stand der Dinge.

"Der Counselour ist nicht mehr in unserer Gewalt.
Der Maschinenraum antwortet nicht und der Plan vom Doktor
ist wohl auch fehlgeschlagen. Die Evakuirung wurde unterbrochen.
Wir brauchen eine neue Strategie. Vorschlaege?"

Urga schwieg eine Weile. "Wir koennten simulieren, dass unsere
Umwandlung rueckgaengig gemacht wurde und somit ihr Vertrauen
fuer kurze Zeit wieder gewinnen. Als erstes muessen wir aber die
Schiffskontrolle aus dem Maschinenraum wieder zurueck auf die
Bruecke umleiten. "

Wollester warf Urga einen vernichtenden Blick zu:
"Was denken Sie, was ich hier gerade tue, Sie Klugsch...!"


--- MASCHINENRAUM

Hajo tom Broek stand mit einigen Sicherheitsleuten staunend im
Eingang zum Maschinenraum. Carrington, Belloni, McDuck und
Kollegen bemuehten sich verzweifelt, den Sicherheitschef am Boden
zu halten, aber ansonsten schienen alle recht normal.

"Moment mal! Ich habe das doch nicht alles organisiert,
nur um festzustellen, dass der MR schon befreit ist!"

[GB: Ok, Leute, Kommando zurück. Alle Maden wieder auf ihren
Platz, Hajo will das ganze alleine machen...;-)]

In diesem Moment tauchte Starling neben ihm auf.
"Das Mittel ist bereit zur Verteilung in die Belueftungssysteme!"
Hajo nickte zufrieden. "Dann ab damit."

Kurze Zeit danach war der Sicherheitschef bewusstlos und die anderen
wohlauf. Hajo tom Broek ruempfte die Nase. "Miss Starling, das naechste
Mal bemuehen Sie sich aber um einen angenehmen Geruch. Pfui Spinne!"

Starling hatte andere Sorgen und sah auf einen Monitor.
"Aus irgendeinem Grund ist das Belueftungssystem der Bruecke
vom Rest des Schiffes abgekoppelt worden!"

Hajo ballte eine Faust. "Wollester! Verdammt!"
Dann wandte er sich an McDuck.
"Sir, ich empfehle, die Schutzschirme wieder zu aktivieren,
da die Asteroiden das Schiff laengst erreicht haben duerften."

McDuck erwiderte lakonisch: "Sicher, die greifen bisher nur nicht an,
weil sie glauben, das Schiff noch heil in die Finger zu kriegen."

Dann tippte der Ingenieur ein wenig auf einem Terminal herum.
Unglaeubig sagte er: "Die Schildsysteme reagieren nicht. Die
Kommandofunktionen sind zurueck auf die Bruecke geschaltet worden."

In diesem Moment kam ein Funkspruch.
"Sicherheit an Broek. Wir haben Mr. Tommok aufgegriffen, er scheint
wohlauf. Allerdings ist Miss Storrt uns mit mehreren Waffen entkommen!"

Bald darauf befand sich ein groesserer Trupp im Anmarsch
auf die Bruecke.


--- GANG

Tommok zog seine Uniform zurecht. Geduldig und dennoch etwas
unruhig hatte er die "Impfung" ueber sich ergehen lassen- obwohl er
niemals von den Eindringlingen befallen worden war. Nur die Bruecke
befand sich noch in der Hand der Parasiten...
Tommok beschloss, dem ein Ende zu bereiten.


--- KRANKENSTATION

Tommok betrat die KS und ging schnell auf Basani zu,
der gerade mit einigen "Impfungen" befasst war.

"Doktor, wie geht es Mr.Mahon?"

Sorgenfalten hatten sich auf Basanis Gesicht gebildet.
"Er war den Paraisten am intensivsten ausgesetzt. Ich muß große
Teile seiner Organe regenerieren. Aber mithilfe seiner DNA-Werte aus
den Transporterlogbüchern sollte sich alles wieder herstellen lassen.
Ich kann allerdings nichts über die geistigen Auswirkungen sagen.
Ich selbst hatte bereits Halluzinationen. Ich kann sie abschwächen,
jedoch nicht richtig behandeln. Es ist mehr ein psychiologisches
Problem."

Auf Basanis Stirn stand plötzlich kalter Schweiß.

Tommoks schien dies in einem seltenen Anfall von Sensbilität zu
bemerken. "Doktor ?"

Basani sah ihn gehetzt an: "Commander, an ihrem Hals kleben
mehrere Maden...sie kriechen auf ihren Mund zu, bohren sich in ihr
wehrloses Fleisch, versklaven ihren Geist..."
Basani Worte klangen fast wie ein Schrei..

Tommok zog eine Augenbraue hoch:
"Doktor, hier sind keine Parasiten mehr, ich..."

Basani sah ihn ängstlich und dann erschöpft und traurig an:
"Ich weiß, Commander...ich weiß es..."

Es gelang Basani, die Fassung zu wahren, ernst bemerkte er:
"Die Regenration bei Mahon wird noch einige Stunden dauern."

Tommok nickte. Man wuerde die Aktion ohne den Andorianer
durchfuehren muessen.

"Doktor, bitte bereiten Sie die notwendige Anzahl von betaeubenden
und impfenden Hyposprays fuer die Brueckenbesatzung vor.

Wir werden etwas Verwirrung stiften und dann direkt auf die
Bruecke beamen, in unmittelbare Naehe der infizierten Offiziere.
Bitte kommen Sie in Transporterraum 3."

Er betaetigte seinen Kommunikator. "Tommok an Maschinenraum."

"McDuck hier, Sir! Wir haben den MR wieder unter Kontrolle."

"Sehr schoen. Bitte, Mr.McDuck, wir brauchen ein paar Zaubertricks
von Ihnen. Bitte simulieren Sie auf mein Kommando irgendwelche
Merkwuerdigkeiten auf den Bruecken-Displays und Schirmen.
Und schicken Sie jeden verfuegbaren Mann zum Transporterraum 3.
Tommok Ende."

"Tommok an Transporterraum 3. Bitte bereiten Sie den
Hochenergie-Transfer von bis zu fuenf Personen zur Bruecke vor."

"Tommok an Counselor Carrington, bitte in Transporterraum 3 melden."


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