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14. Dunkelheit

[Da der Doctor einen guten Draht zum 'Chef' hat,
beginnt heute mal alles auf der ... ]

--- KRANKENSTATION

Als nach einiger Zeit die Behandlung von Mahon's Verletzungen beendet
war, blieb Starling noch allein bei Mahon zurueck, waehrend sie Basani
in sein Quartier schickte. Dem Doktor schien es nicht wirklich gut zu
gehen, Starling hoffte, ein bisschen Ruhe wuerde ihm gut tun.

Waehrend sie so da sass und Mahon's Atem zaehlte, wusste sie wieder,
wieso sie Aerztin geworden war.

Mahon erwachte und sah das Chaos. "Basani, Doctor, was ist passiert?"

Starling schaute den Sicherheitschef halb fragend, halb erleichtert an,
während Basani sich an seinen Freund wandte:

"Irgendwie habe ich diese Frage erwartet, Mahon. Die Antwort ist
ziemlich kompliziert. Alles begann mit ihrer Aussenteammission...
aber lesen sie selber!"

Der Doctor gab Mahon ein Padd mit dem momentanen Missionsstatus
und liess den Andorianer allein.

Mahon las das Padd gleich zweimal, bevor er sein blaues Gesicht in
seinen blauen Händen vergrub. Das konnte er nicht fassen. Er, Mahon,
als Drahtzieher einer Meuterei, eines Verrats? Daran konnte auch die
Parasitengeschichte nichts ändern. Mahon fühlte sich sehr schlecht.

Plötzlich spürte der Sicherheitschef die Hand Starlings auf seiner
Schulter. "Ohros, machen sie sich keine Sorgen. Ich ahne, wie sie
sich fuehlen, aber glauben sie mir, sie sind unschuldig. Und wenn es
sie aufbaut, sie waren für die übrigen ein ernstzunehmender Gegner,
auch in diesem Zustand. Sie werden noch ein paar Tage hier bleiben,
zur Überwachung. Wir werden viel Zeit zum reden haben!"

Mahon schüttelte den Kopf. "Ich muss die Leute auf der Brücke
unterstützen, nur so kann ich mein Gewissen wiederherstellen!"

Starling schuettelte den Kopf. "Nein, Ohros, sie bleiben..."
Doch der Andorianer war schon aus der KS verschwunden.

Die Ärztin zuckte mit den Schultern. Sie hatte nichts anderes erwartet.

Basani warf einen Blick herüber zu Starling. "Lassen Sie ihn gehen,
sonst landet er früher oder später bei Carrington. Sein Körper ist robust,
in dieser Hinsicht sollte es keine Probleme mehr geben. "




--- JEFFRISROEHRE

Mahon hatte beschlossen, die Röhren rund um die Brücke zu inspizieren.
Zum Transporterraum haette er es nicht rechtzeitig geschafft und ein Scan
hatte ihm gezeigt, dass sich hier in der Naehe organisches Material befand.
Er war sich ziemlich sicher, dass es sich dabei um den Feind handelte.

Ein fauliger Geruch strömte ihm entgegen, als er um eine Ecke bog.
Etwas weiter, ein halbes Deck unter ihm, sah er eine humanoide Gestalt
in lebensuntypischer Haltung. Sie bewegte sich nicht und trug eine
Sternenflottenuniform. Von ihr schien der faulige Geruch zu stammen.

Vorsichtig schlich er, den Phaser im Anschlag, jedes noch so leise
Geraeusch vermeidend, an die Person heran. Bald lag er vor ihr, konnte
das Gesicht jedoch nicht erkennen. Offensichtlich war es eine Frau!
Er stupste sie vorsichtig an. Der Körper war kalt und steif. Auch sein
Tricorder zeigte nicht viel an. Die Anwesenheit einiger Plasmaleitungen
verhinderten genauere Scanns.

Mahon drehte die Frau herum und.....schaute in Hillmans Gesicht.
Es war vor Schmerz verzerrt und ihre offenen Augen starrten ihn ganz
widerlich an. Der Sicherheitschef war schockiert und betroffen zugleich.
Das hatte er nicht erwartet.

Offensichtlich war Hillman hier zu Tode gestuerzt. Dabei wurde wohl
der Kommunikator beschädigt und die Strahlung der Plasmaröhren tat
ihr eigenes, um diesen Unfall zu verbergen.
Mahon schüttelte den Kopf.
'Von wegen Hillman-Effekt, Subraumspalten und Tachyonenstrahlung!
Pah, ein einfacher Unfall! Ich werde Belloni was husten!'

Der Andorianer nahm Hillman ganz vorsichtig in die Arme.
Dabei murmelte er ein andorianisches Totengebet. Das war das einzige,
was er momentan für sie tun konnte. Dann nahm er sie auf die Schulter
und machte sich auf den Weg in die KS.

Unterwegs aktivierte er noch seinen Insignkommunikator:
"Mahon an Mr.Belloni. Ich habe eine erstaunlich einfache Lösung für den
'Hillman-Effekt' gefunden! Und glauben sie mir, es hat nicht das Geringste
mit einem Subraumspalt zu tun! Mahon Ende!"

Belloni runzelte die Stirn als er Mahon hoerte:
'Was ? Wie hatte er das gemeint ? Hillman war doch....oder nicht ?'

Schnell machte er sich auf den Weg in Richtung KS.

[GB: Woher weiß er nur ... ??]


--- KRANKENSTATION

Georg stuerzte herein und sah ... Hillman. Auf einer Krankenliege lag sie.
Belloni war bestuerzt, tief bestuerzt. Er kannte sie zwar nicht und hatte
sich nur ein paar Tage mit ihr beschaeftigt, aber irgendwie hatte das
schon ausgereicht.

"Wie ?...Ich dachte, sie waere....aber das...wie.....ich meine, wir......",


Georg konnte nur stottern. Er konnte es nicht verstehen. Sie hatten
doch eine Erklaerung gefunden, die immerhin stichhaltig war.

Erst jetzt sah Belloni Mahon und Starling, die neben der Liege standen.
Starling machte ein hilfloses Gesicht, waehrend Mahon ihn nicht ansah.

Auf einmal bemerkte Georg starke, sehr starke Gefuehle, die von Mahon
ausgingen. Er als Halbbetazoid, dessen Faehigkeiten niemals gefoerdert
wurden, konnte nur sehr selten Gefuehle empfangen und dann nur,
wenn sie sehr konzentriert waren. Belloni konnte die Gefuehle nicht klar
einordnen. Auf jeden Fall war sehr viel Wut, aber auch Trauer vorhanden.

Das letzte, woran er sich erinnerte, war das unschuldige Gesicht
von Hillman, danach brach er zusammen und das nicht unbedingt,
weil er so sehr um den CM trauerte.......

[GB: Lest Euch die letzten Passagen mit Belloni nochmal durch, und nehmt
spaßeshalber an, er hätte Hillman höchstselbst in dieser Jeffriesröhre um
die Ecke gebracht. Benimmt sich doch ziemlich verdächtig, der Mann...:-)]

Mahon eilte zu ihm, untersuchte ihn kurz und wandte sich dann
an Starling, die neben ihm kniete:

"Keine Ahnung, was ihm fehlt. Ich bin Soldat, kein Arzt.
Kümmern Sie sich um seine Versorgung. Ich bin auf der Bruecke."

Mahon verliess die KS.


---BRUECKE

Hajo tom Broek stand noch mit gezuecktem Phaser auf der Bruecke,
und sah noch, wie Urga und Wollester auf Tragen abtransportiert wurden.
Es hatte natuerlich keinen grossen Showdown gegeben. Die beiden letzten
Befallenen hatten den dummen Fehler gemacht, sich vor der anrueckenden
Streitmacht im Konferenzraum verschanzen zu wollen. So blieb den
tapferen Ofizieren nur noch die Aufgabe, zwei Wuermer zu zertreten.

Tommok stand vor Wollesters Stuhl, setzte sich aber nicht...

"Statusbericht!"

Hajo steckte den Phaser weg und sah auf die Anzeigen.

"Die Asteroiden haben uns umkreist, bewegen sich aber nicht.
Ich habe unserern Flug stabilisiert, wage aber nicht, weitere Offensiv-
oder Defensivmassnahmen zu ergreifen, da sonst unser Freund auf
der Station merken koennte, dass sein Plan fehlgeschlagen ist."

Hajo dachte einen Augenblick nach.
"Wie der Doktor sagen wuerde: Wir muessen nicht die Symptome,
sondern die Ursache bekaempfen, und die liegt nach wie vor auf der
Station. Ich nehme an, dass wir von dort sowohl die Asteroiden
ausser Gefecht setzen als auch die romulanischen Schiffe befreien
koennten. Ausserdem muessten dort unten noch einige Evakuierte
von uns, sowie die Bothanbesatzung sein und eventuell befallenes
Stationspersonal. Was wir brauchen, ist eine Moeglichkeit, grosse
Mengen von Starlings Wundermittel auf der Station freizusetzen."

Der Steuermann sah sich um, um Reaktionen auf seinen Vorschlag
zu erhaschen.

Josiah, die auch auf der Brücke war, steckte ihren Phaser weg.
"Kommen wir irgendwie an das Belüftungssystem ran, ohne entdeckt
zu werden? Obwohl, vielleicht könnte ich sie einen Moment täuschen,
aber nur einen Moment, es müsste also ganz schnell gehen."

"Unterschaetzen sie unseren Gegner nicht!" Mahon betrat die Bruecke.

Die Anwesenden schauten halb fragend auf den Sicherheitschef.

Mahon: "Ja, ich weile wieder unter ihnen. Mir ist nicht wohl, bei dem,
was passiert ist, aber die Diskussion darüber müssen wir auf später
verschieben. Ich war auch schon da drueben, wie sie wissen und ich weiss,
wie intelligent unser Gegenueber ist. Die Leute da drueben wissen alles,
was sie wussten, als sie noch ohne Made waren. Jetzt noch mehr,
ganz zu schweigen von den neuen telekinetischen Kraeften. Wir haben
einen Gegner, der Sternenflottenoffiziere und romulanische Wissenschaftler
sein eigen nennt. Einfach wird es nicht."

Tommoks Gesicht blieb ausdruckslos.
"Haben sie einen Vorschlag, Mr. Mahon?"

Mahon: "Sie muessen an die Umweltkontrollen der Station? Ich schlage
ein weiteres Aussenteam vor. Ein paar Techniker und wir von der Sicherheit.
Es ist die 'Phaser hoch und rein'-Methode, meines Erachtens die beste,
die wir haben. Sie erwarten noch keinen Angriff."

Tommok nickte. "Ich stimme ihnen zu. Sie werden mit ein paar Leuten
von der Sicherheit den Technikern Deckung geben. Starling und Carrington
werden sie begleiten. Setzen sie das Mittel auf der Station frei und
versuchen sie, das gehoernte Wesen dingfest zu machen."

Broek drehte sich um und wollte etwas sagen. Tommok unterbrach ihn:

"Mr.Broek, ich brauche sie hier. Moeglicherweise haben wir bald ueber
zweihundert Asteroiden auszumanoevrieren."

Dann wandte sich der erste Offizier an Mahon: "Mr. Mahon, ich muss
sie darueber aufklaeren, dass ich lieber die Station zerstoeren werde,
als dieses Schiff aufzugeben und die Gefangenen dem Feind zu
überlassen. Falls ihre Mission fehlschlaegt, werde ich die Station
vernichten, ohne Ruecksicht auf sie und ihr Team!"

Der Andorianer nickte. Er und der Counselor betraten den Turbolift.

"Mahon an Sicherheit. Die Alpha-Schicht meldet sich sofort
in Transporterraum zwei. Mahon an McDuck und Starling.
Kommen sie unverzueglich zum Transporterraum Zwei. Mahon Ende"


--- STATION

Wenige Minuten spaeter materialisierten acht Sicherheitsleute,
Mahon, McDuck, Starling und Carrington auf der Station, nahe
den Umweltkontrollen. Sie standen kniehoch im Schleim,
aber noch war kein lebendiges Wesen zu sehen...

"Ich spüre die Anwesenheit von etwas Dunklem, Undefinierbaren.
Aber es ist definitiv nur eine Person oder ein Lebewesen.",
sagte Josiah plötzlich.


---BRUECKE

Hajo tom Broek sah auf seinen Schirm. "Ich scanne auf der Station die
Anwesenheit von etwas Dunklem, Undefinierbaren. Aber es ist definitiv
nur eine Person oder ein Lebewesen" sagte er ploetzlich.

Tommok sah etwas missbiligend drein. "Koennten sie das vielleicht,
eventuell, wenn es nicht zuviel Muehe macht, etwas ausfuehren?"

[GB: Gerade hat etwas Dunkles, Undefinierbares mein Zwerchfell
erschüttert... :-)))]


--- KRANKENSTATION

Belloni wurde sanft, mit Hilfe eines Hyprosprays, vom Doktor geweckt.

"Was ist passiert ? Wo bin ich ?", fragte Belloni ihn.

"Sie sind ohnmaechtig geworden und waren eine Zeit lang bewußtlos.
Der Grund ist mir noch unbekannt, aber ich werde sie jetzt noch ein
wenig untersuchen und dann bekommen wir es schon heraus......."

"Wie ist die Situation, Doktor ? Wie lange war ich bewußtlos ?"

"Hmm, vielleicht 20 min, und zur Situation: Mahon ist mit ein paar
Sicherheitsleuten auf den Planten gebeamt worden und versucht,
an das Umweltsystem zu kommen."

"WAS ? Und wieso haben sie mich nicht geweckt ? Ich muesste jetzt
da unten sein. Also gut, Doktor. Fuer Untersuchungen ist jetzt keine Zeit.
Ich gehe auf die Bruecke, um dort die Stellung zu halten. Vielleicht
komme ich spaeter noch einmal zu ihnen.", antwortete Belloni.

"Was ? Aber sie koennen jetzt doch nicht gehen. Ich muss sie...",
aber es war schon zu spaet. Der PO. war schnell auf gesprungen
und aus dem Raum gerannt.

Ein paar Gänge weiter dematerialisierte er plötzlich mitten im Laufschritt
und fand sich Augenblicke später in der Krankenstation wieder, wo ihm
die Stimme des Doktors aus seiner Verwirung riß:

"Was glauben Sie eigentlich, was das hier für ein Ort ist, Mr. Belloni ?
Ein Schnellimbiß ? Sie befinden sich hier auf der Krankenstation, das ist
der
Ort, wo Ihre Dienstauglichkeit sichergestellt wird. Und das bedeutet, sie
werden
hier nicht '...vielleicht später noch einmal' gemütlich vorbeischauen,
sondern
solange bleiben, bis ich oder ein anderer Mediziner den Eindruck haben,
daas sie für das Schiff wieder von Nutzen sein können.
Sie scheinen anzunehmen, wir würden hier jeden möglichst lange festhalten
wollen. In Wahrheit ist es aber so, daß wir ziemlich tolerant sind, was das
Entlassen in den Dienst angeht. So tolerant, daß sie das Gesundheits-
risiko nicht mal ahnen können. Aber wenn sie Zweifel haben, Mr. Belloni,
dann werde ich Ihnen jetzt mal andeuten, wie eine wirklich pingelig-genaue,

überflüssig gründliche Gesundheits-Analyse aussieht.
Glauben Sie mir, danach werden sie nie mehr der Meinung sein,
daß wir Ihnen hier absichtlich die aufwendigsten und unangenehmsten
Untersuchungen zumuten. Wenn ich Sie also in Labor 2 bitten dürfte..."

Mit diesen Worten führte Basani den perplexen Belloni in das Labor,
daß mehr den Eindruck eines Lagerraumes machte, soviele Geräte standen
kreuz und quer herum. Und in den nächsten 30 Minuten lernte Belloni jedes
einzelne davon ganz genau kennen. Und während Basani brannte, zwickte,
kreiste, dröhnte, stach und bohrte, wimmelte er alle Proteste des zuckenden
und schwitzenden Belloni ab:
"Glauben Sie mir, es gibt für jede dieser Untersuchungen eine äußerst
stichhaltige Erklärung. Denken Sie nur an die Gefahr einer Subraumgewebe-
Störungs-Indikation oder das Tachyonenstrahlen-Schädigungs-Risiko..."



--- BRUECKE

Belloni kam auf die Bruecke und uebernahm, mit einem Nicken,
zu einem CM, die Sicherheitsstation.

[GB: Es muß an den erlittenen Qualen liegen, daß Belloni den diensthabenden
taktischen Offizier der Brücke während eines Roten Alarms für einen
CM hält...Schwamm drüber...Belloni hat viel durchgemacht...;-)]

Belloni ueberpruefte die Station und wartete auf Befehle Tommoks.
Ausserdem hielt er das Aussenteam mit dem Transferfokus erfasst.

Belloni: "Commander, die Transportersignale fluktuieren.
Es ist schwierig, das Aussenteam erfasst zu halten."

Tommok nickte. "Mr.Tom Broek, wir brauchen mehr Leistung im
Transporterstrahl und in den Multiphasen-Scannern. Bitte leiten
sie Energie..." - Eine Erschuetterung liess die Bruecke erzittern.

Tommok blickte Belloni an.
"Asteroiden-Beschuss von allen Seiten, Sir.", rief dieser.

Der Vulkanier stand aus dem gar nicht ganz ungemuetlichen Sessel auf.
"Schilde hoch, Alarm rot. Mr. tom Broek, Ausweichmanoever.
Maschinenraum, Mr.McDuck, Schadensbericht !!
Mr.Belloni, gibt es ein Muster, nach dem die Asteroiden angreifen?"

"Nein, Commander, es ist noch kein Muster erkenntlich",
antwortete Belloni, fuegte aber schnell hinzu: "Ich berichtige mich, Sir.
Es scheint als ob die Asteroiden Sternenflottenmanoever durchfuehren
wuerden. Es sind offensichtlich die Standardangriffsmanoever.
Vielleicht koennte das Mr. Broek bestaetigen!"

Hajo bestätigte knapp in Tommoks Richtung.

Tommok nickte. "Also gut. Mr.Belloni, Phasersalven
auf die naechstgelegenen Asteroiden. FEUER."


--- KRANKENSTATION

Mr. Urga wachte ploetzlich auf.
Er sah noch die Hand einer Krankenschwester mit dem Hypospray
vor seinem Gesicht. Dann kamen die Erinnerungen: Er versuchte,
mit einigen anderen das Schiff zu uebernehmen, verstiess dabei
gegen saemtliche Vorschriften der Sternenflotte und verletzte
einige der Crewmitglieder. Dann kam ploetzlich die Episode
mit Wasserski und Rotem Alarm, danach war alles dunkel.
[GB: So ein Tag....*summ*]

Etwas verwirrt setzte sich Urga aufrecht hin und sah wie Belloni
Labor 2 und dann den Hauptraum verliess, oder besser hinausstürmte.
er Doktor laechelte ihmvergnügt hinterher, er schien seinen Spaß
gehabt zu haben.

Danach wandte sich der Doktor Mr. Urga zu. Sofort wurde das
Gesicht des Doktors von einem weiteren Laecheln erhellt. Das
bedeutete nichts Gutes.
Diesen Gesichtsausdruck kannte Urga nur zu gut.

Der Doktor wurde immer freundlicher "Na Sportsfreund schon wach?
Zu meinem unendlichen Bedauern kann ich Sie noch nicht gehen
lassen. Sie haben Glück, ich habe im Moment ausgezeichente Laune.
Und ich muss noch einige Tests an Ihnen durchfuehren,
um die Auswirkung der Parasiten auf ihre koerperlichen und
geistigen Funktionen festzustellen. Dabei muessen Sie nicht
unbedingt wach sein", sagte Dr. Basani und drueckte Mr. Urga
ein Hypospray an den Hals.

Alles um Mr. Urga verschwand ploetzlich hinter einem rosa Vorhang,
der dann ins Schwarze ueberging.


--- BRUECKE

"Aye, Sir."

Belloni zielte auf einen Asteroiden, der nur einige 1000 m entfernt war.
Kurz darauf gab es von ihm nur noch einige wenige Bruchstuecke.
Gleiches passierte mit einem anderen, der gerade das Delta-Angriffs-
Manoever flog. Allerdings lies die Antwort nicht lange auf sich warten,
denn kurz darauf schossen 3 Asteroiden mit ihren Phaser-aehnlichen
Waffen zurueck. Das Schiff wurde stark durchgeruettelt.

Belloni: "Treffer am Bug. Schilde auf 83 %. Keine Schaeden am Schiff.
Sir !? Ich schlage vor auf den Multi-Angriffsmodus ueberzugehen."

Tommok nickte.
"An alle Besatzungsmitglieder. Vorbereiten fuer Multi-Angriffsmodus.
Sie kennen die Prozedur bereits. Dreiteilung in 240 Sekunden."

Von verschiedenen Seiten sah man Phaserblitze, waehrend ein
besonders eifriger Asteroid sich mit dem Picard-Manoever versuchte.

"Tommok an alle. Multi-Angriffsmodus JETZT. Mr.Tom Broek, fliegen sie
das taktische Manoever 3 beta. Mr.Belloni, Feuersequenz Gamma spezial."

Die MIRAGE teilte sich in drei Teile und attackierte die Asteroiden
von diversen Seiten. Tom Broek und Belloni gaben ihr Bestes,
um die Wendigkeit der Asteroiden zu kompensieren.

Tommok sah im hinteren Bereich eine Ansammlung von Asteroiden,
als ob sie sich neu formieren wollten.

"Mr.Belloni, eine Salve Photonentorpedos in dieser Ansammlung
dort zur Detonation bringen."

Er wandte sich der naechstgelegenen Computer-Konsole zu.

"Computer, die Angriffs-Taktik der Asteroiden analysieren auf Standard-
Angriffs-Sequenzen der Sternenflotte. Die Asteroiden-Bewegungen
daraufhin vorausberechnen und den Phaserbeschuss entsprechend
angleichen."

Er wandte sich dem Steuermann zu. "Mr.Tom Broek, die Asteroiden
kennen offensichtlich die Standard-Manoever. Improvisieren sie,
aendern sie die Angriffs-Sequenzen kreativ ab. Gleiches fuer sie,
Mr.Belloni. Maschinenraum, Bericht!"

Waehrend all dieser schnell gesprochenen Worte ruehrte sich der
Koerper des Vulkaniers um keinen Zentimeter. Nur seine Augenbraue
schien leicht auf und ab zu zucken.


--- MASCHINENRAUM

"Maschinenraum hier, alle Systeme sind in Ordnung, die Schilde
halten, aber wir werden sie trotzdem mit Zusatzenergie versorgen.
Die Verbindung zwischen den einzelnen Angriffs-Modulen wurde
verbessert und kann nur schwer gestört werden. Maschinenraum Ende."


--- LAGERRAUM 42

Storrt hatte eigentlich angenommen, dass seit Ihrer "Flucht" das
ganze Schiff hinter ihr her war. Aber als sie zu Ihrem Quartier schlich,
um ein paar Sachen abzuholen war weit und breit nichts von der
Sicherheit oder einer anderen Art der Ueberwachung zu sehen.

Die paar Utensilien die die Chief brauchte, waren schnell gepackt
und sie begab sich auf Umwegen zum Wissenschaftslabor 3.
Dort waren auch noch ein paar Geraete. Zum Glueck hielt sich hier
niemand auf, also packte Storrt alles in die Tasche, was auch nur
irgendwie brauchbar war.

Das Schiff schuettelte sich mittlerweile wie ein stoerrisches Pferd
und Tommoks Stimme hallte durch die Gaenge.
Der Multi-Angriffsmodus wurde ausgeloest.
Das war ideal fuer Storrts Plan, auf diese Weise wuerde niemand
merken, wie sie ein paar Schnittstellenprotokolle veraenderte und
in einem verlassenen Lagerrraum eine neue Rechnereinheit anschloss.

Das Kommunikationsprotokoll war so verschluesselt, dass SUSI
die Anfragen der neuen CPU lediglich als Datenbanksuchauftraege
erkennen wuerde, diese sich dann aber als "Trojanische Pferde"
entpuppen wuerden und die Befehle direkt in SUSIs Computerkern
ausfuehrten. Nur wer die Computerprotokolle genau studierte,
konnte eine Ungereimtheit entdecken.


--- STATION

Jason bewegte sich in die Richtung der Umweltkontrollen
und machte sich sogleich an die Arbeit.

"Verflucht, ich kann den Fehler nicht finden, es scheint alles OK
zu sein. Aber ich werde mal eine Ebene 4 Diagnose durchführen,
vielleicht kann ich dadurch den Fehler finden, aber ich brauche
mindestens 10 Minuten."

11 Minuten später nickte Jason zufrieden. "Wirklich gut, sehr gut."

Mit einem lauten Summen ging die Beleuchtung an.

"Ich habe die Umweltkontrollen wieder auf normale Stufe gestellt,
ich hoffe, dass die Biester diese Einstellung nicht vertragen.
Und noch was, wer diese Einstellung an den Kontrollen
vorgenommen hat, war wirklich brilliant.
Ich hätte den Fehler beinahe übersehen."

[GB: Wenn Du Deinen Gegner besiegt hast, lobe ihn...]

Man merkte, dass sich die Station langsam selbst reinigte
und der Schleim immer weniger wurde.

Plötzlich ging ein Ruckeln durch die Station.

"Was war das?", fragte Mahon.

McDuck checkte die Station auf dem Treminal durch.

"Es wurde soeben eine Fluchtkapsel gestartet. Ziel unbekannt.
Die externen Sensoren funktionieren nicht."

Carrington sah die Gruppe an:
"Das Lebewesen ist nicht mehr da."
Nach ein paar Sekunden...
Carrington: "Bringen Sie mich so schnell wie möglich
zu einem Fenster. Ich brauche Sichtkontakt zu der Kapsel!"

Sie rannten durch die Gänge und fanden eine Art Panoramafenster
nach draußen. Die Fluchtkapsel war noch in Sichtweite.

Zu den anderen gewandt meinte Josiah:
"Sagen Sie der Mirage, sie sollen sich auf
einen medizinischen Notfall vorbereiten."

Jason sah sie zweifelnd an, aber Josiah konzentrierte ihre
Aufmerksamkeit schon auf die Fluchtkapsel. Sie schloss ihre Augen,
ihre Hände berührten die Scheibe, der Flug der Fluchtkapsel schien
sich zu verlangsamen, bis er stoppte und wieder auf die Station
zuzuschweben schien.

"Gehen Sie! Gehen Sie zu der Andockschleuse und halten
Sie ihre Waffen bereit!" hielt Josiah die anderen an.

Die Fluchtkapsel bewegte sich langsam an ihren Startplatz zurück.

In Gedanken zu dem Wesen gewandt meinte Josiah: 'Mir entkommst
du nicht! Durch den inneren Kampf hast du mich sogar noch gestärkt.
Du hast keine Chance. Und solltest du einem dieser Leute etwas
antun, werde ich dich töten!'. -

Die Fluchtkapsel war wieder an ihrem Platz, die Schleuse öffnete sich .....

Josiah brach zusammen, ihr Körper war eiskalt,
kaum noch Puls und Atmung.


--- BRUECKE

"Commander!"
Crewman Paseolati an der Wissenschafts-Konsole warf
dem Vulkanier einen irritierten Blick zu.

"Die Sensoren scannen einen Subraumspalt in der Naehe der Station.
Und eine Rettungskapsel entfernt sich von der Station--- das heisst---
Moment--- nun fliegt sie wieder zur Station zurueck."

Tommok drueckte den Kommunikationsknopf des Sessels.
"Tommok an Aussenteam. Bericht!"

Waehrend die Bruecke auf die Antwort des Andorianers warteten,
flogen die restlichen Asteroiden wild rotierend um die MIRAGE herum.
Von den noch vorhandenen waren etliche beschaedigt.

Tommok erhob sich. "Feuer kurzfristig einstellen. Mr.Belloni,
aktivieren sie die Sternenflotten-Grussfrequenzen und richten sie
das Signal in einem gestreuten Strahl auf saemtliche Asteroiden."

Belloni nickte. Der Vulkanier blickte auf den Hauptschirm.
"Hier spricht Commander Tommok vom Foederationsschiff Mirage.
Stellen sie das Feuer ein und formieren sie sich in Delta-Anordnung."

Das Phaserfeuer verstummte. Belloni blickte Tommok unglaeubig an.
"Sir, sie antworten. Nur Audio."

Durch die Brueckenlautsprecher ertoente eine stark verzerrte
menschliche Stimme. "Commander Tommok? Sie sind hier?!
Ich kannte ihren Vater von der U.S.S. Cochrane."

Tommok zog eine Augenbraue hoch.
"Wer sind sie, und wo befinden sie sich?"

"Ich bin Lieutenant Commander Tarlavok von der Station..."
Ein gequaeltes Stoehnen unterbrach seine Ausfuehrungen.
"...unsere Koerper wurden auf der Station getoetet und unser
Bewusstsein in diese Objekte versetzt. Sie zwingen uns..."

Eine Explosion durchschnitt den Weltraum, einer der Asteroiden
zerbarst in einem hellen Feuerball. Die anderen Asteroiden
begannen wie aufgescheucht, wieder die MIRAGE anzugreifen.

"Schilde jetzt auf 38%, Sir. Es sind noch 62 Asteroiden uebrig."

Tommok wandte sich zu Belloni: "Feuer erwidern. Mr.Belloni,
Mr.Tom Broek, bereiten sie dem Spuk ein Ende. Angriffs-Sequenz
Beta 7, kombiniert mit dem klingonischen Pal'Hach-Manoever
und der cardassianischen Phaser-Konfiguration Gutram Pargat."

Auf den Befehl hin schob sich das Schiff zwischen 2 Asteroiden
hindurch, so daß sie miteinander kollidierten, gleichzeitig feuerte
es auf die anderen Feinde. Die meisten davon konnten nur noch
einen Phaserbeschuss aushalten, so daß wenige Minuten spaeter
das Manoever beendet war. Dank dem Phaserfeuer wurden fast alle
Asteroiden zerstoert. Nur noch knapp 12 Asteroiden trieben im Weltall.

Aber die Mirage hatte auch ziemlich darunter gelitten...

"Sir! Schilde auf 16 %. Wir koennen uns nicht mehr lange halten,
vielleicht noch 3 oder 4 Treffer !" In dem Moment explodierte eine
Plasmaleitung hinter dem Sicherheitsoffizier, so als ob sie den
Bericht von Belloni unterstuetzen wollte.

Tommok: "In Ordnung. Mr. Broek, sorgen Sie dafuer, dass wir nicht
mehr getroffen werden. Bruecke an Maschinenraum.
Wir brauchen mehr Energie auf den Schilden."

Dank der Manoever vom Navigationsoffizier wurde die restlichen
Asteroiden innerhalb der naechsten Minuten zerstoert und zu Belloni's
Ueberraschung wurde das Schiff wirklich nicht noch einmal getroffen.

"Bericht !", sagte Tommok als der letzte Feind zerstoert wurde.

"Schilde auf 16 %, die Schildgeneratoren 3 und 4 muessen ersetzt werden.
Lebenserhaltungssysteme auf Deck 4 und 5 wiederhergestellt, .....Moment
es treffen gerade die Berichte von allen Decks ein.......auf dem gesamten
Schiffe gibt es nur wenige Verletzte, keine weiteren Huellenbrueche,
die Umweltkontrollen im Maschinenraum funktionieren nicht mehr und...
Sir !!!! Der Transporter ist ausgefallen ! Die Techniker arbeiten daran,
aber es kann noch einige Minuten dauern. Solange koennen wir das
Aussenteam nicht wieder hochbeamen.", antwortete Belloni,
wartend auf neue Anweisungen.


--- LAGERRAUM 42

Die Angriffe auf den Computerkern zeigten Ihre Wirkung. SUSIs ID-Profile
wurde immer mehr zurueckgedraengt und durch eine neue Computeridentitaet
mit Namen Melissa ueberlagert. Das ermoeglichte Storrt unbeschraenkten
Zugriff auf alle Datenbanken und natuerlich auch ungehinderte Eingriffe
in die Ablaeufe und Subroutinen des Hauptcomputers.

Die Offizierin ueberwachte mittlerweile alle Vorgaenge auf dem Schiff,
um den geeigneten Zeitpunkt fuer ihren Plan zu ermitteln.
Es sah derzeit sehr guenstig aus: Wollester noch nicht einsatzbereit,
daher war Tommok zu sehr mit dem Schiff beschaeftigt, um etwas
vermuten zu koennen. Und Carrington wuerde eine Weile auf der
Krankenstation verbringen. Carrington war ein ernstzunehmender
Gegner, sie koennte zu frueh draufkommen, was passierte.

In ca. 3 Stunden wuerde das Programm zur Umstrukturierung der
Betriebsumgebung fertig sein, dann wuerde Storrt zur Tat schreiten.


--- BRUECKE

Hajo tom Broek wischte sich den Schweiss von der Stirn und
brummelte leise vor sich hin. "Broek, bereiten Sie dem Spuk ein Ende!
Broek, sorgen Sie dafuer, daß wir nicht mehr getroffen werden! Broek,
Deltamanoever! Broek, zwei Haehnchen und ein Ruehrei, aber Zack!
Broek, aendern Sie die Gravitationskonstante des Universums!
Broek, kippen sie mal einen Liter Antimaterie nach,
wir brauchen mehr Energie! Broek..."

[GB: ... sei ein Mann ! ;-)]

Hajo hielt inne und sah stutzig auf seine Station.
Die von ihm angepasste Belegung der Konsole veraenderte sich
ploetzlich zur Sternenflottenstandardbelegung. Hajo wurde etwas
ungehalten: "SUSI, bitte erkläre mir das!"

Keine Antwort.

Der Steuermann zog genervt eine Grimasse. "SUSI?!"
Er seufzte. "COMPUTER, warum wurde gerade die Belegung
'Broek 1' von der CONN-Station entfernt?"

MELISSA: "Belegung 'Broek 1' nicht vorhanden!"

Hajo hatte einen Moment lang das Beduerfnis, mit seinem Kopf auf die
Konsole zu haemmern. Dann besann er sich aber eines Besseren und
aenderte die Konsolenbelegung manuell, nicht aber ohne ein aggressives
Kribbeln in den Fingern. Kaum das er fertig war, meldete sich wieder der
Computer zu Wort.

MELISSA: "Die von Ihnen eben eingegebene Konfiguration entspricht
der in der Datei 'Melissa 1' gespeicherten Belegung."

Hajo stieg die Zornesröte ins Gesicht. "Melissa?!!!"
Auf einen Blick von Tommok hin beruhigte er sich aber wieder und
brummelte wieder vor sich hin.

"Na warte, wenn ich den Spaßvogel erwische! Das war sicher wieder
dieser Manell! Oder Seth, die Furie! Melissa! So einen doofen Namen
habe ich ja lange nicht mehr gehoert..."

---STATION

Starling trat zu einem der Fenster. Sie betrachtete fasziniert
eine Subraumanomalie, die sich eben geoeffnet hatte.

Die Anomalie leuchtete zuerst in einem roten Licht,
das sich von 5 Punkten aus in der Mitte zu sammeln schien.
Mit einem grellen Lichtblitz oeffnete sich ein Subraumspalt,
der jetzt in blau-violettem Licht glaenzte. Immer wieder stiess
dieser Subraumspalt gruene funkenaehnliche Strahlen aus,
die sich mit einem hellblauen Funkenfeuerwerk aufloesten.
In seinem Inneren konnte man gelbe und orangene,
twisteraehnliche Plasmasaeulen erkennen, die sich
in staendiger Rotation zu bewegen schienen.

Alles in allem fand Starling das ganze einen wunderschoenen Anblick.
Fast haette sie vergessen, wer dieses Kunstwerk erschaffen hatte.

"Faszinierend", murmelte sie, waehrend sie weiter beobachtete.

Inzwischen hatte sich der Rest des Aussenteams zur Andockrampe
begeben. Keiner hatte bemerkt, dass Starling zurueckgeblieben war.
Langsam fiel der Subraumspalt wieder in sich zusammen und
verschwand. Zurueck blieb nichts, als haette es nie etwas gegeben.

Erst jetzt bemerkte Starling, dass sie wieder bis zu den Knien
in Schleim stand.

"Sehr gut gemacht, Mr McDuck", wollte sie dem Techniker vorwerfen,
"Die Umweltkontrollen waren anscheinend doch nicht ganz so
einfach zu repar...." Sie drehte sich um und brach erschrocken ab.

Hinter ihr stand ein riesiges Wesen.
Es musste etwa 2,30 m hoch sein, was sie aber nicht genau erkennen
konnte, weil es auf allen Vieren kniete. Aussderdem hatte es einen
gehoernten Kopf mit merkwuerdig mueden Augen. Und es kroch
beaengstigend nahe auf sie zu. Um es herum hatte sich eine grosse
Menge Schlamm angesammelt, der langsam den Gang hinunter floss,
trotzdem aber nicht weniger zu werden schien, im Gegenteil.

Starling blieb wie angewurzelt stehen. Sie wollte ihren Kommunikator
betaetigen und die anderen verstaendigen, schaffte es aber nicht,
auch nur ein Wort herauszubringen. Ihre Augen suchten nach den
weissen Maden, aber keine waren zu entdecken.

Etwa einen Meter von ihr entfernt, brach das Wesen ploetzlich
zusammen und blieb vor ihr auf dem Boden liegen.

In dem Augenblick sah es nicht mehr beaengstigend, sondern sehr
bedauernswert aus. Seine Haut war bleich und schien sich fast
aufzuloesen. Starling starrte es entgeistert an. Obwohl sie kein
Wissen ueber dieses Wesen hatte, war sie sich fast sicher,
dass es im Sterben lag. Alles deutete darauf hin.

Starling zog einen Tricorder aus ihrer Tasche und begann,
das Wesen zu scannen, bis es ploetzlich anfing zu sprechen:


"Sie sind alle tot, alle tot. Wieso habt ihr sie getoetet?
Nun sind sie alle tot."
Die Stimme des Wesens war leise, kaum zu verstehen.

Starling kniete neben es auf den Boden.
"Wer sind Sie? Was sind Sie?"

Das Wesen begann wieder zu sprechen:
"Sie waren ich. Ich war sie. Nun sind sie tot und nun sterbe ich auch."
Ploetzlich wurde seine Stimme sehr wuetend. "Ihr habt uns getoetet.
Ich sterbe, aber vorher wirst du sterben und deine Freunde mit dir."

Starling wollte aufspringen und nach ihrem Phaser greifen,
als sie wie durch eine unsichtbare Kraft durch den Raum an die Wand
geschleudert wurde. Alles schien vor ihren Augen zu verschwimmen.
Einen Augenblick lang kaempfte sie noch gegen die Bewusstlosigkeit,
dann verschwand alles hinter einem schwarzer Vorhang.

Obwohl Josiah so gut wie tot war, spürte sie es dennoch.
Die kurze Zeit mit dem Wesen musste ihre Fähigkeiten stark vergrößert
haben. Tatsächlich schaffte sie es, leichenblass, noch einmal die Augen
zu öffnen, sich zu erheben und fortzuschleichen
(waehrend das Aussenteam, dass sie fuer handlungsunfaehig hielt,
die Rettungskapsel untersuchte) und Starling zu suchen.

[GB: Die Rückkehr der Jedi-Ritterin...]

Bald erreichte sie deren Standort. Starling lag neben ihr. Sie sah das
Wesen. Der Schock und das Entsetzen gaben ihr noch einmal Kraft.
Sie stemmte sich auf Hände und Knie.
'Nein.', dachte sie. "Nein, ich lasse das nicht zu und wenn ich drauf
gehe!", sagte sie zu dem Wesen. "Niemals!"

Damit nahm sie den Phaser von Starling, riss ihn in die Luft und feuerte.

Das Wesen wurde gegen die Wand geschleudert, teils verbrannt.
Aber es lebte noch.
"Ich will dich nicht töten, aber du lässt mir keine andere Wahl.",
meinte Josiah, als es sich erneut wehrte. Sie stand da, ihre Hand
auf das Wesen gerichtet, die Zeit schien still zu stehen.
Sie sah die Angst, sie spürte sie, sie wusste, es würde sie töten,
der Hass und der Schmerz - 'Schmerz?' schoss es durch ihren Kopf -
waren anwesend, wie materielle Gegenstände. Die Kälte in Josiahs
Augen in diesem Moment war erschreckend, aber irgendetwas
lenkte sie, tief in ihrem Inneren, als wäre sie diesem Wesen
schon einmal begegnet, an einem weit entfernten Ort,
lange in der Vergangenheit.

Das Wesen schien zu schreien - zumindest war es ein gresslicher Lärm -
während Josiah die Kräfte immer mehr verstärkte. Plötzlich verstummte
der Lärm und Josiah wusste, es war vorbei, egal, ob es noch lebte oder
nicht, es würde ihnen nichts mehr tun. Mit letzter Kraft berührte sie ihren
Kommunikator und sagte mit zitternder, fast stummer, Stimme:
"John, hilf' mir!" Dann brach sie erneut zusammen.
Ihr letzter Gedanke war: "Sie leben."

In diesem Moment kam der restliche Teil des Aussenteams in den Raum.
Es war erfolglos an der Andockrampe der Rettungskapsel gewesen.
Die Kapsel war leer, als sie die Station erreichte. Irgendwie schienen
Carringtons Faehigkeiten unzuverlaessig oder zumindest gestoert zu sein.
Mahon hatte befohlen, sofort zu Starling zurueckzukehren,
die wohl zurueckgeblieben war.

Das Aussenteam sah die beiden Frauen am Boden liegen.
Aus Carringtons Nase floss das Blut in Stroemen und sie hatte blutige
Wunden an den Schlaefen. Ansonsten war der Raum leer bis auf den
Schlamm, der hier noch ziemlich hoch stand.

Mahon wies einen Sicherheitsmann an, sich um die beiden zu kuemmern.
Dann drehte er sich um...und sah in das Gesicht des Gehoernten.
Er hatte sich aus dem Schlamm erhoben und wollte etwas sagen.

Viele Leute vermuten, wir könnten viel größere Kenntnisse vom Wesen
des Universums haben als bisher, wenn wir nur genau wüssten, was er
sagen wollte. Aber Mahon lies ihm nicht die Zeit dazu.
Ein gepresstes "Feuer" und zehn Phaser verdampften das schon
angeschlagene Wesen auf der Stelle.

[GB: Und so gelang den Neurochirurgen der Förderation erst viele
Jahrhunderte später die erste komplikationsfreie Hörnertransplantation.
Millionen Ehemänner mußten bis dahin ihr Leben lassen...]

Mahon wischte sich den Schweiss von der Stirn.
"Mahon an Bruecke. Entschuldigen sie Sir, das ich mich erst jetzt melde.
Die Situation war zu brisant. Wir haben zwei medizinische Notfaelle hier.
Starling und Carrington. Das gehoernte Wesen wurde getoetet, die Umwelt-
Kontrollen uebernommen. Bis jetzt noch keine Spur von unseren Leuten.
Wir beginnen nun, die Station nach ihnen abzusuchen. Mahon Ende."

Mahon sah das Aussenteam an: "Sie haben es gehoert, meine Herren."

Kurze Zeit spaeter hatte man die Station untersucht. Alle fehlenden
Besatzungsmitglieder wurden gefunden. Alle hatten eine kleine haessliche,
aber tote Made neben sich liegen und sahen nicht gut aus, was meist an
einer Ueberdosis Schleim lag.

Weiterhin fand man 153 Ueberlebende der Station, 98 Romulaner und
55 Offiziere der Foederation. Von den Besatzungsmitgliedern der Bothan
fehlte jede Spur, offensichtlich sollte der Offizier, den sie bei ihrem
ersten
Einsatz auf die Mirage gebeamt hatten, der einzige Ueberlebende sein.

Die Anzahl der Toten war enorm. Genauere Zahlen wollte Mahon erstmal
nicht ermitteln. Die Versorgung der Ueberlebenden hatte Prioritaet.
Er liess sie alle in einem sauberen Frachtraum zusammenlegen.

Dann rief er die Mirage:
"Mahon an Mr.Tommok. Wir haben alle Ueberlebenen der Station gefunden
und zusammengelegt. Sie befinden sich in Frachtraum 3 der Station.
Einige sind verletzt und brauchen Hilfe. Nach McDucks Schilderung
muss diese Station nicht aufgegeben werden. Fast alle Systeme
sind reparabel. Wenn ihre Transporter funktionieren, koennen sie
mit der Evakuierung beginnen. Mahon Ende!"


--- BRUECKE

Tommok schaufelte mit einem Fuss ein im allgemeinen Kampfgetuemmel
umgefallenes Terminal zur Seite. "Mirage an Aussenteam. Wir waren gerade
in einen Kampf verwickelt, die Transporter sind ausgefallen. Bitte warten
sie, wir werden so bald wie moeglich mit der Evakuierung beginnen."

"Computer, Zustand der Transportersysteme!"

Eine merkwuerdig fremde Frauenstimme antwortete dem ersten Offizier.

"Leider zur Zeit nicht einsatzbereit, Herzchen!"

Tommok zog eine Augenbraue hoch. "Bruecke an Maschinenraum.
Wir brauchen so schnell wie moeglich heile Transporter."

Und zu seinen Bruecken-Kollegen: "Mr.Belloni, Mr. tom Broek, gehen sie
in Transporterraum 3 und helfen sie bei der Reparatur. Wir haben nicht viel
Zeit. Mr.Paseolati, uebernehmen sie die Steuerkonsole.
Bruecke an Krankenstation, bitte bereithalten fuer zahlreiche
Not-Transporte und Verletzte."

"Alles bereit, Commander."


--- LAGERRAUM 42

"Melissa, bereite Holodeck 3 vor, verwende Vorlagendatei 'Apokalypse'."

Storrt hatte beschlossen, in die Offensive zu gehen.

"Holodeck reserviert und fuer den Einsatz programmiert",
bestaetigte Melissa.

Storrt ueberlegte noch: "Melissa, gibt Transporterraum 1 frei.
Es faellt auf, wenn wir weiterhin alle Transporter blockieren"
die entsprechenden Kontrollen leuchteten auf der improvisierten
Console auf.

"Es ist soweit, beame mich und die Console auf Holodeck 3, tarne das
Beamfeld als weitere Transporterfehlfunktion. Eventuelle Computerzugriffe,
die daraufhindeuten, dass jemand zu neugierig ist sofort, an mich melden!"

Storrt verschwand aus dem Lagerraum.


--- HOLODECK 3

Das Holodeck zeigte eine trostlose Landschaft.
Storrt hatte diese Szenario nach einem Foto einer Muelldeponie entworfen.
Nur den Gestank hatte sie weggelassen. Der Himmel war trueb und
Regenwolken wurden vom Wind gepeitscht. Hin und wieder regnete
ein kalter Schauer auf die Deponie nieder.

Oben auf einem Huegel aus Raumschiffwracks und Schrott stand Storrt
neben ihrer Console. Sie hatte die Uniform gegen schwarze Ledersachen
ausgetauscht. Ein geschichtsbewanderter Beobachter haette sicher
festgestellt, dass die Kleidung aus dem 20 Jhdt. stammte und dort
fuer Rebellion und Anarchie gestanden hatte.
[GB: Der Traum eines jeden Vulkaniers...]
Die beiden Phasergewehre, die ueber die Schulter hingen,
verstaerkten diesen Eindruck nicht unerheblich.

"Melissa, lokalisiere Commander Tommok, halte ihn fuer einen Transport
erfasst. Wenn die Evakuierung der Station anlaeuft, Tommok parallel aufs
Holodeck beamen. Den Vorgang wieder mit einer Transporterfehlfunktion
tarnen. Weiterhin lade Datei 'Mahon Training Stufe 5' und halte sie fuer
den Einsatz bereit. Verriegle alle Eingaenge mit Ebene 18 Codes.
Schraenke die Zugriffsberechtigung der anderen Besatzungsmitglieder
auf ein Minimum ein, lass es aber als Speicherueberlauf aussehen,
damit uns keiner auf die Schliche kommt."

Ein paar weitere Anweisungen folgten noch.

Storrt zog ein irres Grinsen und warf sich in den Kommandantensessel,
der aus dem Schrott herausragte. Nun konnte ihr niemand mehr etwas
abschlagen, was sie haben wollte.


--- BRUECKE

Noch bevor sich Broek und Belloni auf den Weg machen konnten, ertoente
ploetzlich ein Piepsgeraeusch. "Transporterraum 1 wieder einsatzbereit."

Belloni schaute auf seine Displays.
"Da stimmt etwas nicht. Irgendetwas wird auf dem Schiff herumgebeamt.
Rein aeusserlich sieht es aus wie eine Fehlfunktion, aber mir scheint,
als wuerden hier merkwuerdige Dinge passieren."

Tommok runzelte die Stirn. Normalerweise muesste er zunaechst
diesen Dingen auf den Grund gehen, allerdings hatte die schnelle
Evakuierung der zahlreichen Verletzten Prioritaet, und nun hatte
man wieder einen funktionsfaehigen Transporter.

"Computer, Funktions- und Fehleranalyse von Transporterraum 1".

MELISSA: "Transporterraum 1 ist voll funktionstuechtig und zum Beamen
freigegeben. Die Fluktuationen konnten durch die automatisch ausgeloeste
Schadens-Behebungs-Routine beseitigt werden."

Tommok zog eine Augenbraue hoch.
Von dieser Schadens-behebungs-Routine hatte er noch nie etwas gehoert.

"Computer, diese Routine ist nirgendwo verzeichnet. Erklaerung."

MELISSA: "Sie wurde von Lieutenant Trantow, dem Chef-Ingenieur
der frueheren MIRAGE, programmiert und in Betrieb genommen."

Dies erschien Tommok nur bedingt logisch, wenigstens haette der
Chef-Ingenieur darueber einen Logbuch-Eintrag oder aehnliches machen
muessen. "Mr.Belloni, bitte befassen sie sich mit diesem Phaenomen,
ueberpruefen sie die Transporter-Routinen. Und bitte finden sie heraus,
warum die Computer-Stimme so merkwuerdig klingt."

Tommok erhob sich aus dem Sessel. "Waehrenddessen beginnen wir
mit der Evakuierung. Wenn es nur die kleinste Transporter-Fluktuation gibt,
lassen sie es mich wissen. Einiges an der Situation erscheint mir
unlogisch,
aber wir muessen dennoch mit der Evakuierung beginnen."

"Tommok an alle, Tommok an Aussenteam. Wir beginnen nunmehr mit der
Evakuierung. Mr.Mahon, die erste Gruppe Schwerverletzter soll sich
bereithalten, wir beamen sie direkt auf die Krankenstation."

Er wandte sich dem Steuermann zu. "Wenn die Evakuierung abgeschlossen
ist, legen sie ein iso-biologisches Kraftfeld um die Station. Halten sie
diese Position, ich bin in meinem Raum."

Mit einem Zischen oeffnete sich die Tuer zum Raum des ersten Offiziers.

"Computer-Logbuch der Mirage, Commander Tommok in Vertretung von
Captain Wollester. Nachdem das Aussenteam Ueberlebende auf der
Station geborgen hat, beginnen wir in Kuerze mit der Evakuierung.
Nach wie vor sind die Romulanerschiffe in der Singularitaet gefangen
und wir wissen nicht, ob und wie die Singularitaet von der Station aus
gesteuert oder kontrolliert wird.
Nach Abschluss der Evakuierung wird die Wissenschaft eine
Einschaetzung der Situation vorlegen. Da keine unmittelbare
Gefahr fuer die Schiffe droht, habe ich bis Sternzeit 199904.15
fuer die Besatzung Bereitschaftsurlaub angeordnet."

[GB: Daß Tommok scheinbar als einziger noch an die romulanischen
Schiffe und das Schwarze Loch gedacht hat, wurde in meinem kleinen
GB-Logbüchlein wohlwollend vermerkt. Aber da da draußen noch
andere Abenteuer auf die tapfere Crew der Mirage warten... => ]

Paseolati meldete sich über Kom.
"Commander Tommok, wir haben soeben einen Funkspruch der
Romulaner erhalten. Aufgrund der Störungen konnten wir allerdings
nicht alles verstehen. Scheinbar ist das Schwarze Loch dabei zu
kollabieren. Laut ihren Scans verliert es an Masse, was nur bedeuten
kann, daß es Masse an einen anderen Raumbereich abgibt.
Möglicherweise gibt es eine andere Seite, ähnlich einem Wurmloch,
oder eine andere Verbindung zu einer anderen Dimension.
Auf jeden Fall ist es den romulanischen Schiffen wegen der kleineren
Gravitationskräfte gelungen freizukommen. Die Anacor befindet sich auf
dem Weg hierher, sie wollen über die aktuelle Situation informiert werden."

Tommok: "Geben Sie den Romulanern einen allgemeinen Überblick
über die Ereignisse."

"Aye. Noch etwas, Sir...die Daten der Romulaner zeigen deutlich,
daß die kürzlich bei uns entstandene Subraumanomalie die gleiche
Phasenresonanz wie das Schwarze Loch aufwies.
Das deutet darauf hin, daß der Gehörnte von der Station und seine
Madenhorden direkt etwas mit dem Schwarzen Loch in diesem System
zu tun hatten. Vielleicht verschwindet es ganz von hier, jetzt, wo wir
sie beseitigt haben. Was es für das Tariga-System bedeutet,
wenn das Schwarze Loch wieder verschwindet, läßt sich nicht
abschätzen, es ist unwahrscheinlich, daß es stabil bleiben wird."

"Verstanden, Mr. Paseolati. Sammeln Sie weiter alle Daten, die sie
kriegen können."

Der Kommunikator ertoente. "Transporterraum 1 an Tommok.
Wir sind jetzt so weit."

Der Vulkanier stand aus dem Sessel auf.
"Dann beginnen sie. Energie."

Tommoks Augenbrauen liefen Amok, als er selbst ploetzlich von einem
Transporterstrahl erfasst und aus seinem Buero transportiert wurde...


--- HOLODECK 3

Tommok materialisierte am Fuss der Deponie. Als er sich umdrehte,
sah er Storrt die auf dem Sessel mehr lag als sass. Die Beine waren
dekorativ ueber die Stuhllehne geworfen.
Sie begruesste ihn "Ah Commander Tommok, schoen dass Sie mir
hier Gesellschaft leisten ... warten Sie mal einen Moment"
Sie wandte sich der Console zu:
"Melissa, aktiviere bitte das Programm 'Mahon Training'".

Sofort war der Commander von einer Horde bewaffneter Nausikaner umringt.
[GB: Seltsame Trauzeugen...]
Storrt hingegen wurde von den Holo-Figuren ignoriert. Sie erhob sich aus
ihrem Sessel, dass Phasergewehr zeigt wie zufaellig in Tommoks Richtung.

Melissa meldetet sich zu Wort "Mr. Belloni versucht, die Transporter-
Fluktuationen zu untersuchen - vorgefertigte Protokolle werden
ueberlagert."

Storrt grinste wieder "Gut so Melissa, binde ihnen allen einen Baeren auf."
Dann wandte sie sich ihrem Gefangenen zu.

"Ich habe Dir nun ausreichend Bedenkzeit gegeben..."
Storrt war zum Du uebergegangen, aber ihre Stimme wurde immer
bedrohlicher: "Jeder kann sehen, dass wir fuer einander bestimmt sind.
Das wirst Du doch sicher auch einsehen. Ich musste Dich auf diese
Weise holen, denn ich fuerchte, dass du diese unumstoessliche
Tatsache vor Dir selber verleugnest."

Sie stand nun aufrecht auf der Spitze der Deponie und der Wind
zerzauste ihr die Haare. "Also stelle ich Dir noch einmal die Frage:
Willst Du mit mir die Bindung eingehen?" Gespannte Stille folgte
auf diese Worte. Selbst der Wind schien zu verstummen....

Tommok:
"Ich sehe keine hinreichende Basis für eine sogeartete Beziehung."

Zuerst war wieder nur der Wind zuhoeren. Er brauste unvermittelt auf
und schien ueber Tommoks Antwort unzufrieden zu sein. Storrt schaute
Tommok zuerst nur an, als haette er etwas Unverstaendliches gesagt.

Dann stiess sie einen Schrei aus, der eindeutig nur klingonisch sein
konnte. Tommok konnte sehen, dass Storrt nun wirklich wuetend war.

Sie schrie den Vulkanier an "Einfach ein Nein, ganz einfach.
Das akzeptiere ich nicht. Dieses nein wirst du bereuen.
Wir sind ein Paar und wir werden auch als solches untergehen ... "

Storrt ging die Luft aus, sie stiefelte wieder zu ihrer Console.
Es schien als wuerde sie sich beruhigen, denn ueber ihr Gesicht
glitt wieder ein Laecheln, aber das taeuschte.

"Melissa !" rief sie den Computer "Weite das Programm 'Mahon Training'
auf das gesamte Schiff aus, loesche dabei die Sicherheitsstufen.
Weiterhin reagiere auf jeden Versuch uns hier rauszuholen mit der
Selbstzerstoerungssequenz. Dies wird unser Grab, aber ich habe
beschlossen den Rest meines Lebens mit dem von mir gewaehlten
Partner zu verbringen".

Dann setzte sie sich wieder in ihren Sessel und laechelte Tommok an.
Sie hatte gewonnen ....


--- BRUECKE

Belloni und Hajo tom Broek hatten sich gerade ueber ein Terminal
gebeugt, um herauszufinden, warum Tommok gebeamt worden war,
als sie hinter sich ein Krachen wahrnahmen. Erschrocken drehten
sie sich um und mussten mit ansehen, wie zwei Nausikaner einen
Crewman vermoebelten.

Belloni zog seinen Phaser und schoss, waehrend Hajo sich wunderte,
woher auf einmal ein Nausikaner auf die Bruecke kam. Dann erinnerte
er sich an einen Holodeckvorfall vor einigen Tagen und auch Belloni
erwaehnte, dass ihn das Szenario an ein Holodeckprogramm
von Mahon erinnerte.
Im selben Moment materialisierten zwei weitere Nausikaner.

Hajo ging ein Licht auf.
"Die Projektoren fuer den holographischen Doktor!
Belloni, halten sie mir die Viecher vom Leib, waehrend ich die
Energiezufuhr zu den Projektoren unterbreche!"

Hajo riss in der allgemeinen Verwirrung eine Abdeckplatte herunter,
da er sich nicht auf den Computer verlassen wollte. Mit einigen
umstaendlichen Handgriffen unterbrach er schliesslich die Energieleitung.
Belloni, der gerade von einem Nausikaner gewuergt wurde,
viel unsanft zu Boden, als sein Gegner sich in Luft aufloeste.

Hajo hatte derweil mal wieder einen Geistesblitz.
"Ich weiss, wer dafuer verantwortlich ist! Storrt! Die ist der Sicherheit
entkommen, aber wir haben keine weitere Aufmerksamkeit auf sie
verschwendet, da wir sie fuer ungefaehrlich hielten!"

Hajo bekam wieder einen seiner beruechtigten Wutanfaelle.
"Immer diese Frauen! Immer bringen die nur Unglueck! Immer!!!!"

[GB: Ein Freund der differenzierten Analyse...]

Der Steuermann beruhigte sich ein bissschen. "Computer..."
Hajo besann sich des sonderbaren Verhaltens des Schiffscomputers.
"...vergiss es!" Er wandte sich an Belloni, der gerade ein paar Truemmer
zusammenraeumte. "Also! Wir muessen den Computer wieder vernuenftig
in Gang bekommen und wir muessen Storrt dingfest machen!
Was koennen Sie besser?"

Belloni sah zu Broek: "Okay, sie versuchen herauszubekommen,
was mit dem Computer los ist und bringen sie ihn wieder in Ordnung,
waehrend ich verzweifelt versuche, Storrt aufzuhalten, ok ?"

Hajo nickte: "In Ordung !"

"PO. Belloni an Sicherheitsbuero."

"Crewman Mueller, hier."

"Schicken Sie sofort ein Sicherheitsteam zum Holodeck 3 und
ausserdem schicken Sie ein paar Leute in die Teile des Schiffes,
in denen Holoprojektoren installiert sind. Wahrscheinlich werden
dort ein paar Nausikaner auf sie warten. Versuchen sie die Energie
der Projektoren auszuschallten. Haben sie alles verstanden ?"

"Aye, Sir. Schon unterwegs. CM Mueller Ende."

Kurz bevor der Kom-Kanal geschlossen wurde, hörte Belloni noch
ein Ratschen, dann ein Schlittern, viele Stimmen, die durcheinander
riefen, kurz darauf ein Knistern und schliesslich ein scheussliches
Zischen, in das sich ein langezogener Todeschrei mischte.

"Belloni an Maschinenraum, was passiert da?"

Faehnrich Opala's stets gewöhnungsbedürftig piepende Zwitterstimme
ertönte. Und wie stets, wenn sie/er aufgeregt war, gewann die Frau
die Oberhand, schrill und laut:
"Crewman Mueller ist auf eine am Boden liegende gelbglitschige
Replikatorprobe getreten und in das wegen der Reparaturen
offenliegende Eindämmungsfeld gerutscht.
Von ihm ist kaum noch etwas übrig..."

Belloni wurde schwindlig, schnell murmelte er noch:
"Verständigen Sie Ihren Vorgesetzten und die Krankenstation..."

Dann versuchte er verzweifelt, sich Muellers Schicksal nicht vorzustellen
und sich auf seine Aufgaben zu konzentrieren.

[GB: Alles Mueller oder was...? Wenn noch mehr Crewmans mit so
laecherlichen Namen auftauchen, werden sich Unfälle dieser Art in
Zukunft häufen...;-)]

In dem Moment, wo Georg in den Turbolift ging, hoerte er noch,
wie Tom CM Bauer zu sich bestellte.


--- TURBOLIFT

Belloni machte sich auf dem Weg und lockerte dabei seinen Phaser.

"Computer, wo befinden sich Commander Tommok und Storrt ?"

"Commander Tommok und Cadet Storrt befinden sich im Holodeck 3"

"Ok, dann zum Holodeck 3 !! Belloni an McCourt.
Kommen sie schnell zum Holodeck 3 !"


--- VOR HOLODECK 3

Als Belloni ankam, oeffnete McCourt gerade die manuelle Tueroeffnung.
Anscheinend hatte sie schon bemerkt, das hier etwas nicht stimmte.

"Wie lange werden sie brauchen, um diese Tuer zu oeffnen ?
Commander Tommok wird darin von Senior Chief Storrt gefangengehalten."

"Etwa 30 Minuten, vielleicht etwas frueher, wenn wir Glueck haben.
Storrt ist eine der besten Computerspezialisten."

"Besser, wenn sie es in 10 Minuten schaffen !!!!"

<23 Minuten später>

"Geschafft!", rief McCourt. Im selben Moment oeffnete sich die
Tuer und Belloni und 4 Sicherheitsleute traten ins Holodeck ein.

Sofort wurden sie von 3 Nausikanern angegriffen. Mit einigen
Phaserbeschuessen wurden sie erledigt. Sehr weit im Hintergrund
sah der PO. Commander Tommok vor einem Muellhaufen stehen.

Melissa meldete sich zu Wort:
"Unbefugtes Eindringen in Holodeck 3, Selbstzerstoerungssequenz
wurde ausgeloest: T -45 Sekunden bis zum Bang."

Storrt sah von ihrer Deponie auf die verwirrten Gesichter ihrer
Gegner herab und hielt sie mit dem Phasergewehr in Schach.

Tommok zog eine Augenbraue hoch.
"Computer, ist dieses Programm mit Sicherheits-Sperren versehen?"

Melissa: "Ja, Schaetzchen! Saemtliche Charaktere und Waffen
stehen unter Sicherheitsstufe 18!"

Tommok blickte Storrt an:
"Computer, den Sessel an Position 13,68 entfernen."

Der Sessel dematerialisierte und mit einem lauten Krachen und Poltern
fiel Storrt nach hinten. Ihr Phasergewehr rollte direkt P.O.Belloni vor die
Fuesse, der es hastig aufnahm und auf die restlichen Nausikaner
zu feuern begann. Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

[GB: Hab Tränen gelacht...:-))))))))) Bester Vulkanierhumor...]

Das Grinsen verging ihm allerdings schnell.

MELISSA: "Achtung! Selbstzerstoerungs-Sequenz aktiviert.
Noch 35 Sekunden bis zur Zerstoerung der MIRAGE."

Tommok: "Computer, Selbstzerstoerungssequenz stoppen.
Autorisation Tommok gamma 3"

MELISSA: "Nix da, Vulkanier. Du bist mir heute zu unhoeflich."

Tommok stuerzte an Belloni vorbei zum naechstgelegenen
Computer-Terminal und tippte mit zuckender Augenbraue
wie besessen auf der Konsole herum. Storrt hatte einige
raffinierte Barrieren eingebaut, die er vermutlich wuerde
ueberwinden koennen. Aber innerhalb von knapp 30 Sekunden?

MELISSA: "Noch 20 Sekunden bis zur Selbstzerstoerung".

Tommok hatte eine letzte Idee. Wenn er die Bauplaene der
MIRAGE korrekt im Kopf hatte, verliefen hinter der Gangwand
die Computer-Primaerleitungen.

"Belloni! Kommen sie sofort hierher und schiessen sie
genau hier ein Loch in die Wand!!!"

Der etwas verwirrte Belloni tat wie geheissen. Mit lautem
Krachen und Zischen brannte er ein Loch in die Wand.

"Noch 15 Sekunden bis zur Selbstzerstoerung!"

Ein gezielter Griff in die Wand, der Vulkanier riss eine etwa
handbreite Versorgungsleitung heraus. Funken stoben.

Eine gaenzlich ungewohnte Stimme (fast erinnerte sie an die
Stimme von Laxwana Troi) ertoente:
"Computersystem ausgefallen."

In wenigen Sekunden hatte Tommok an der Konsole mit Hilfe
seiner Kommando-Codes die Selbstzerstoerungs-Sequenz
deaktiviert. Belloni schnaufte erleichtert, waehrend er nebenbei
mit dem Phasergewehr noch einige Nausikaner erlegte.

Tommok beobachtete, wie die Sicherheitsleute Storrt aus dem
Holodeck schleiften. Sie hatten sie offensichtlich betaeuben
oder k.o. schlagen muessen: "Faehnrich Larson, bringen sie
Storrt bitte direkt auf die Krankenstation."

Belloni schaute Tommok ein wenig schief an.
'Wie schafft er das nur, von einem zum anderen Augenblick
wieder ruhig zu werden ? Vulkanier werden wohl immer fuer
mich ein Raetsel bleiben. Na, ja bis auf Urga !', dachte Belloni.

"Sir! Mr. Broek versucht mit Hilfe von CM Bauer den Computer
wieder in Ordnung zu bekommen. Anscheinend ist er von den
Handlungen von Chief Storrts sehr in Mitleidenschaft gezogen
worden. Ausserdem laeuft die Evakuierung bereits auf Hochtouren.
Viele der Verletzten wurden bereits auf das Schiff gebeamt."

Tommok: "Gut. Gehen sie wieder auf die Bruecke und
ueberwachen sie dort alles. Ich werde spaeter nachkommen."

Mit einem Nicken verliess Belloni das Holodeck.


--- BRUECKE

Auf der Bruecke beugte sich CM Bauer gerade unter eine Konsole
und anscheinend funktionierte etwas nicht so wie es sollte,
denn Georg konnte ein leises Fluchen hoeren.

"Und, machen Sie schon Fortschritte ?", fragte Belloni den
danebenstehenden Broek.

Hajo tom Broek zog die Stirn in Falten. "Nun ja, wie man's nimmt.
Wir haben es geschafft, die KS relativ normal mit allem zu versorgen,
was gebraucht wird. [GB/Basani: Nochmal danke für den Kaffee...]
Dafuer ist auf drei anderen Decks quasi alles bis auf die
Lebenserhaltung ausgefallen. Manell, der jetzt endlich mal
nuetzlich sein koennte, liegt relativ unbrauchbar neben Wollester
auf der KS. Als naechstes versuchen wir..."

In diesem Moment gingen die Lichter der Bruecke wieder auf Normalbetrieb
und Crewman Bauer guckte recht zufrieden unter seiner Konsole hervor.

Hajo fuhr fort: "... die Bruecke betriebsbereit zu machen. Storrt hat ganze
Arbeit geleistet. Ich versuche hier schon seit geraumer Zeit irgendwo in
diesem Datendschungel einen Zipfel SUSI zu erhaschen, aber MELISSA
ist noch penetranter als eine Schmeissfliege. Hier muesste eigentlich ein
Fachmann ran. Mach also mal irgendjemand diesem Manell die Hacken
spitz, sonst reiss ich den verdammten Rechner so weit auseinander,
dass es kein intaktes Bit mehr gibt, in dem MELISSA sich noch
verkriechen koennte."

Fluchend machte sich Hajo wieder an seiner geoeffneten Konsole zu
schaffen und bekam auch prompt einen elektrischen Schlag. Aergerlich
brummelter er in sich hinein "Na warte, Maedel. Ich habe schon Frauen
wegen weniger auseinandergenommen..."

[GB: Na die Damen, träumt ihr nicht von Hajos zärtlichen Händen ?]


--- STATION

Starling's Augen waren starr auf den Tricorder gerichtet.
Vor knapp einer halben Stunde war sie nach dem Angriff des Wesens
wieder zu sich gekommen. Sie hatte es vorgezogen, noch auf der Station
zu bleiben und sich um die Ueberlebenden der Station zu kuemmern.
Anfangs hatte sie ja auch nur Kopfschmerzen, was ihre Entscheidung
zu bleiben bestaerkte, aber jetzt traten auch noch die typischen Symptome
einer Gehirnerschuetterung auf. Die Anzeigen des Tricorders verschwammen
langsam vor ihren Augen und sie musste sich setzen, um nicht umzufallen.

Sie schloss die Augen fuer einen Augenblick und versuchte, sich auf die
Anzeigen des Tricorders zu konzentrieren. Dann wandte sie sich wieder
ihrer Arbeit zu und versorgte die restlichen Verletzten, so gut sie das mit
der spaerlichen Ausruestung der Station konnte. Hoffentlich wuerden die
Transporter bald funktionieren oder zumindest medizinisches Personal
von der Mirage heruebergeschickt werden.

Die Sicherheitsoffiziere, die Starling notgedrungen zu Krankenpflegern
ernannt hatte, waren mit ihrem spaerlichen medizinischen Wissen
keine grosse Hilfe. Dafuer genoss es Starling, endlich einmal alle
herumkommandieren zu koennen.

Mahon betrat den Raum und meldete, dass jetzt die ersten Verletzten
auf die Mirage gebeamt werden konnten. Starling betraute einige
der Sicherheitsoffiziere mit der Aufgabe, die Verletzten auf die Mirage
zu begleiten. Und alle folgten ihrem Kommando.
'Wie schoen', dachte sie sich.

"Die Evakuierung der Verletzten wird gut funktionieren,
sofern die Transporter nicht wieder ausfallen", meinte sie zu Mahon,
waehrend sie den Transport der Verletzten beobachtete.

Ploetzlich wurde ihr wieder schwarz vor den Augen.
Sie musste sich an Mahon festhalten, um nicht auf den Boden zu fallen.
Alles begann sich um sie zu drehen.

Mahon fing sie geschickt auf. Dann legte er sie sanft auf den Boden,
zog seine Uniformjacke aus und legte sie Starling unter den Kopf.
Er sah sie kurz an. Die Arme hatte viel durchgemacht. Er bedeckte sie
mit einer Notfalldecke und wandte sich wieder seiner Arbeit zu.

Waehrenddessen ging die Evakuierung der Ueberlebenen der Station
weiter. Als die Hälfte von ihnen hinauftransportiert worden war,
beschloss Mahon, dass er hier nicht mehr gebraucht wuerde.
Er vergewisserte sich, dass Starling und Carrington wieder hinaufgebeamt
wurden. Dann uebertrug er einem seiner Leute das Kommando,
rief McDuck zu sich und die beiden kehrten auf das Schiff zurueck.


--- TRANSPORTERRAUM

Als Mahon den Transporterraum verliess, traf er einen seiner Leute.
Er trug deutliche Kampfspuren. Auf Mahons Anfrage berichtete er
von Storrt und dem Holodeck, der Selbstzerstoerung und ihrem Kampf
mit der Urheberin.

Der Sicherheitschef nickte. Er schickte den CM auf die KS und begab
sich auf die Bruecke. Unterwegs rief er Belloni: "Mahon an Belloni.
Ich bin wieder auf dem Schiff. Ich erwarte einen umfassenden Bericht.
In einer Stunde. Mahon Ende."

Wenig spaeter erreichte er die Bruecke...

---MASCHINENRAUM

Die Tür zum Maschinenraum öffnete sich und der Anblick, welcher sich Jason bot, war erschreckend. Überall war Rauch und die Leute rannten durcheinander und schrien sich gegenseitig an.

McDuck ging ruhig in den Raum hinein und kontrollierte die Anzeigen auf den Terminals. Nachdem er einige Tasten auf dem Terminal betätigt hatte, wurde der Rauch aus dem Maschinenraum abgesogen. Es wurde ruhig im ganzen Raum und alle blickten den Chef-Ingenieur an.

Jason: "Danke.......was ist eigentlich los???"

"Sir. Der Hauptcomputer wurde deaktiviert und danach haben die Subroutinen nicht auf das sekundäre System geschaltet. Es folgte ein Ausfall nach dem anderen. Sobald wir ein Problem gelöst hatten, tauchte ein neues auf. Wir konnten nicht mehr schnell genug reagieren. Und vor ein paar Minuten gab es einen Unfall. Crewman Mueller ist im Eindämmungsfeld verbrannt. Er arbeitete gerade an einer riskanten Umgehungsprozedur..."

Jason hörte sich die Einzelheiten an (anscheinend war Mueller in vorbildlicher Ausuebung seiner Pflicht verunglückt) dann bemerkte er bitter:

"Ok, kratzen sie das ab und bringen Sie es auf die Krankenstation. Trotz allem muessen wir uns jetzt um das Schiff kuemmern. Team 1 versuchen sie das Eindämmungsfeld der Antimaterie- Kammer wieder zu stabilisieren. Team 2 installieren sie einen mobilen Allzweckcomputer ans sekundäre Netz und assistieren sie dem Computerkernteam. Team 3 und 4 erstellen Sie eine Prioritätenliste der Defekte und reparieren sie die Systeme. Ich werde Team 1 helfen. Meldungen an mich alle 15 Minuten. An die Arbeit, Leute."

McDuck betaetigte seinen Kommunikator: "Maschinenraum an Brücke. Wir haben hier einige Probleme, da der Hauptcomputerkern ausgefallen ist. Ich habe ein Team angewiesen im Computerkern auszuhelfen und einen mobilen Computer anzuschliessen, bis wir SUSI wieder on-line haben. Status: Warp-Antrieb: offline, Impuls-Antrieb: 1/2 Impuls möglich, Schilde: bei 52%, Lebenserhaltung: bei 100%, Anschluss zum sekundären Computerkern: nicht vorhanden. So ist momentan der Stand der Dinge. Maschinenraum Ende."

McDuck und das Team 1 versuchten verschiedene Methoden, um das Eindämmungsfeld zu stabilisieren und schliesslich hatte man mit einer etwas unorthodoxen Plasmaverbindung Erfolg. Innerhalb der nächsten 25 Minuten konnten die meisten Fehler behoben werden, dennoch musste der Hauptcomputer wieder einwandfrei arbeiten, bevor man aufatmen konnte.

--- BRUECKE

Belloni schaute ueberrascht, als der Sicherheitschef auf die Bruecke kam. Er hatte damit gerechnet, dass Mahon sich als erstes auf der KS blicken liess, um dort nach dem Rechten zu sehen. Zum Glueck hatte er mit dem Bericht schon vor einer ganzen Weile angefangen und brauchte ihn jetzt nur noch beenden. Er kannte den Sicherheitschef schon ziemlich gut.......

"Sir ! Dies ist ein vorlaeufiger Bericht, noch nicht beendet." .........dabei uebergab er ihm das Padd und sprach weiter.... "Waehrend wir gegen die Asteroiden kaempften, uebernahm Chief Storrt den Computer und das Holodeck 3. Sie nahm Commander Tommok als Geisel und liess ein Trainingsprogramm auf das ganze Schiff ausweiten, so dass vom Computer generierte Nausikaner auf dem Schiff auftauchten. Mittlerweile ist die Situation wieder unter Kontrolle, die Krankenstation und die Bruecke sind fast wieder vollstaendig hergestellt worden. Leider mussten dafuer andere Decks fast ganz abgeschaltet werden."

Belloni machte ein kurze Pause, aber anscheinend hatte der Sicherheitschef bis jetzt keine Fragen.

In dem Moment fingen einige Lampen der taktischen Station an zu leuchten: "Mr. Bauer, Sie sind wirklich gut. Die Bruecke und die KS sind jetzt wieder VOLLSTAENDIG einsatzbereit."

Georg wandte sich wieder zu Mahon: "Ich wollte gerade zur KS gehen und sehen, ob Mr. Manell sich um den Computer kuemmern koennte oder ob er noch zu sehr geschwaecht ist."

Mahon nickte. Bis jetzt konnte er noch keinen Fehler in Bellonis Arbeit entdecken. Eigentlich hatte er seine Sache gut gemacht. Aber nicht gut genug fuer ein Lob! Er mochte diesen Menschen einfach nicht besonders:"Danke Belloni, das ist alles. Gehen sie zur KS!"

Der Andorianer drehte sich zur taktischen Station und beachtete Belloni nicht weiter. Er hatte genug zu tun.

Tommok kam auf die Bruecke. Er sah aus wie immer, aber etwas anderes hatte Mahon auch nicht erwartet.

Mahon:"Sir, die Waffensysteme sind in Mitleidenschaft gezogen. Ich bin aber bereit, sowohl Phaser, als auch Torpedos manuell abzufeuern. Die Schilde sind derzeit bei 45% stabil, zwei Schild- Generatoren muessen noch ersetzt werden. Sensoren sind aufgrund der Stoerungen unzuverlaessig, zeigen aber keine unerwarteten Anomalien in Reichweite an."

Dann trat er an den ersten Offizier heran und reichte ihm ein Padd. "Sir, das sind die Vorbereitungen fuer Hillmans Trauerfeier. Sie wird in der Torpedolaunch und in der Bar stattfinden. Wenn sie einverstanden sind, koennten wir den Zeitpunkt auf morgen oder übermorgen legen. Hillman ist schon lange tot und wir sind es ihr schuldig!"

Tommok nickte. "Machen sie es so, morgen oder uebermorgen, wie sie wollen." Er zupfte an seiner Uniform herum. "Tommok an Maschinenraum, Tommok an Wissenschaft. Mr.McDuck, Mr./Ms. Seth, bitte melden sie sich in einer halben Stunde in meinem Raum. Tommok Ende."

Belloni wartete kurz auf den Turbolift und stieg ein. Kurz bevor sich die Tueren schlossen, hoerte er noch die letzten Worte Mahon's ueber Hillman.

"Krankenstation !"

Ein Schuldgefuehl ueberfiel Georg: War er schuldig ? Hatte er Hillman umgebracht ? Haette man ihr helfen koennen, wenn er Sie frueher gefunden haette ?

Die Tür des Turbolifts oeffnete sich wieder...

Belloni vergrub den Gedanken tief im Unterbewussten und ging dann auf die KS.

--- KRANKENSTATION

Auf der KS herrschte ein ziemliches Durcheinander. Ueberall lagen Verletzte herum und die Doktoren liefen von einem zum naechsten Ende. Belloni vermied jeden Blick in Richtung Labor 2. Schliesslich erkannte er einige Offiziere der Mirage, und dann sah er Mr. Manell. Er schien gerade aufzuwachen. Schnell schaute Georg sich noch nach Doktor Basani um, ob er nicht in Sichtweite waere und ging dann auf das Krankenbett zu.

Belloni wandte sich zu ihm: "Wie geht es ihnen ? Wie benoetigen einen Computerspezailisten, der den Hauptcomputer wiederherstellen kann.Und Sie sind zur Zeit der Beste, den wir haben."

"Was ist mit dem Hauptcomputer ? Ach, man kann sich nicht mal richtig ausruhen, selbst wenn man auf der KS liegt. Also gut. Ich komme mit auf die Bruecke.", sagte er aergelich.

Belloni schaute ueberrascht. Er hatte nicht gedacht, dass es so leicht gehen wuerde. Er informierte Starling noch ueber das Geschehen und verliess dann mit Manell die KS.

Starling sah sich um. Hatte da eben jemand mit ihr geredet? Irgendwie hatte sie das Gefuehl, jemand haette gerade irgendetwas von Manell und dem Hauptcomputer zu ihr gesagt. Sie schuettelte den Kopf. Manell durfte die KS noch nicht verlassen. Und was der Hauptcomputer zur Zeit machte, war ihr ziemlich egal. Sie hatte andere Sorgen und die befanden sich alle mit Verletzungen auf der KS.

Langsam kehrte Ruhe in das Chaos der KS ein. Nachdem ein Grossteil der Stationscrew versorgt worden war, wollte sie sich erst mal um die Verletzten der Crew kuemmern, was sich als wesentlich schwieriger herausstellte. Der ganze Rest des Schiffes schien interessanter zu sein als die KS. Starling kam sich ziemlich uebergangen vor. Anscheinend schien keiner es auch nur zu hoeren, was sie sagte. Die KS wurde zunehmend leerer.

Mit einem Blick zur Seite entdeckte Starling ploetzlich einen CM, der sich trotz drei gebrochener Arme aus dem Staub machen wollte. Mit einem wuetenden Blick und einem Hypospray bewaffnet, scheuchte sie den CM wieder in die KS zurueck. Das war ja nicht zum Aushalten. Einige waren wohl immernoch der Meinung, die KS sei nur ein Durchgangszimmer des Raumschiffes. Da musste sich bald mal was aendern.

Im selben Augenblick bemerkte sie, daß Manell verschwunden war. Zornesröte stieg ihr ins Gesicht. Entschlossen ging sie zu Basani hinüber und zeigt auf Manells leeres Bett.

"Sehen Sie Doktor, schon wieder einer. So kann das doch nicht weitergehen."

Basani folgte Starlings Blick. "Sie haben recht..."

Starling wartete auf eine weitere Erklärung von Basani, der wurde allerdings gerade von einigen Warnleuchten an ein Krankenbett gerufen.

So wandte sie sich dem CM mit den drei gebrochenen Armen zu. Dieser kroch inzwischen auf eines der Medibetten und versuchte dabei, sich mit den uebrigen zwei nicht gebrochenen Armen abzustuetzen. Starling beobachtete das ganze mit einem Laecheln. So ein Darsil hatte es nicht leicht. Die sieben Tentakel, die er statt Beinen besass, eigneten sich zwar gut, um an Waenden hochzuklettern, ansonsten waren sie aber auf einem Schiff der Foederation mit diesen engen Gaengen völlig ungeeignet. Jetzt wusste sie auch, warum er immer die Decke der Gaenge benutzte, anstatt auf dem Boden zu kriechen.

Ein paar Betten weiter wachte Josiah Carrington auf.

Sie war wieder auf der Mirage. Zuerst schien es, als ob ein schwarzes Loch in ihrem Gedächtnis war, aber die Erinnerungen kamen schnell zurück.

"Der Gedächtnisverlust - unbestimmbar für wie lange - ist eine der Folgen, wenn du tatsächlich deine Fähigkeiten einsetzt. Du hast zwar das Potential, doch weder bis Du richtig trainiert auf diese spezielle Form, noch kannst du mit der Größe umgehen. Bitte bedenke den Einsatz immer gut, es kann Dich Dein Leben kosten", drang die Stimme eines alten Freundes wieder an ihr Ohr.

Aber es hatte sich gelohnt, da war sie sicher. Jetzt spürte sie erstmal, was das Wesen mit ihr gemacht hatte und sie erinnerte sich an den Druck in den letzten Minuten auf der Station. Sie musste mit jemanden reden, unbedingt. Keiner schien bemerkt zu haben, dass sie aufgewacht war, so schlich sie sich immer noch in ihrer zerfetzten Kleidung aus der Krankenstation Richtung Brücke.

Mit einem unergründlichen Ausdruck folgten ihr Basanis Augen.

--- BRUECKE

Josiah betrat mit wackeligen Beinen die Brücke, einige Blicke wandten sich ihr zu. "Commander Tommok!" Sie erschrak, ihre Stimme klang noch ziemlich schwach. Normalerweise hätte sie mind. 48 h Bettruhe halten müssen, bevor sie sich auch nur wieder anstrengte. "Commander, ich muss Sie sofort sprechen. Es geht um das Wesen", sie atmete kurz durch, "...und um die Sicherheit des Schiffes."

Tommok zog eine Augenbraue hoch. "Miss Carrington, bitte kommen sie in meinen Raum. Mr.Mahon, sie haben die Bruecke."

--- BUERO DES 1. OFFIZIERS

"Sir", begann Josiah, " dieses Wesen hat mir eine unglaubliche Kontrolle über meine Kräfte gegeben. Ich habe Angst, wenn diese Kontrolle wieder weg ist. Commander, ich bitte Sie, helfen Sie mir die Fähigkeiten wieder zu kontrollieren. Durch den Kampf und das Wesen selbst wurden sie sehr verstärkt, oder von dem vorhandenen - bisher nicht festgelegten - Potential mehr frei gelegt, aber gleichzeitig hatte ich auch eine gute Kontrolle. Jetzt ist die Kontrolle weg, aber die Kräfte sind noch da! Ich habe Angst. was passiert, wenn die Macht nicht mehr zu kontrollieren vermag. Sie wissen, ich könnte das Schiff zerstören oder jemanden töten."

Tommok nickte. "Ich verstehe. Bitte erzaehlen sie mir mehr darueber. Um was fuer ein Wesen handelt oder handelte es sich?"

"Genau weiß ich es nicht, es ist nur eine Vermutung", begann Josiah, "es kommt wahrscheinlich aus einer anderen Dimension und ich bin mir nicht mehr so sicher, dass es wirklich böse Absichten hatte. Vielleicht wollte es etwas anderes, es wusste nur nicht, dass es für uns schädlich ist. Zu mir hatte es einen ganz seltsamen Kontakt, fast, als sei es besorgt um mich; es war sehr verwirrt, als ich es schließlich angegriffen habe, das habe ich gespürt. Doch ich hätte nicht anders handeln können, zuviele Leben standen auf dem Spiel. Und es wusste, dass es meine Fähigkeiten verstärkt hatte, wieso also sollte es das tun, wenn es mir tatsächlich feindlich gegenüber gestanden hat. Vielleicht war es bei ihrem Volk Gang und Gebe diese 'Maden' zu haben. Ich weiß es nicht. Wie gesagt - es sind alles noch Vermutungen."

Der Vulkanier schaute der etwas veraengstigt dasitzenden Josiah Carrington ins Gesicht. "Counselor, ich moechte, dass sie sich von Doktor Basani ausgiebig untersuchen lassen, vielleicht kann er ihnen auf medizinischem Wege weiterhelfen. Darueberhinaus koennte ich selbst, sofern es mein Dienstplan zulaesst, Ihnen helfen, einen mentalen Zugang zu ihren neugewonnenen Kraeften zu erlangen."

Carrington nickte. Tommok sah ihr scharf ins Auge.

"Miss Carrington, wenn ich der Schiffscounselor waere, wuerde ich ihnen raten, sich vor ihren Faehigkeiten, oder auch vor den Faehigkeiten des Wesens, nicht zu fuerchten, sondern zu versuchen, sie fuer sich und die Mirage-Crew positiv nutzbar zu machen."

"Ich weiß, ich fürchte mich nicht direkt vor den Kräften selber, sondern nur davor, was passiert, wenn ich sie nicht mehr zu kontrollieren vermag."

'John, ich wünschte, du wärst jetzt hier. Du hast immer gewusst, was ich machen musste und konnte, ohne jemanden zu gefährden', dachte sie wehmütig.

"Sir, wenn Sie gestatten, werde ich mich jetzt von Doktor Basani durchchecken lassen, dann melde ich mich bei Ihnen."

Sie wandte sich zum Gehen. "Ach, noch etwas, wie Sie wissen, bin ich zum Teil Vulkanierin, vielleicht hilft das."

"Ja, sicher." Tommok nickte. "Das wird Ihnen in jedem Fall helfen, ihre mentalen Kraefte zu kontrollieren. Falls ich ihnen in dieser Hinsicht behilflich sein kann, lassen sie es mich wissen."

Josiah nickte und verließ endgültig das Büro des ersten Offiziers.

Sie schlug den Weg in Richtung Krankenstation ein - Basani würde nicht erfreut sein, dass sie einfach so abgehauen war.

--- KRANKENSTATION

Doktor Basani empfing Carrington mit einem freundlichen Lächeln.

"Oh, wie schön, daß sie sich herbemühen. Ich wollte sie gerade vom Dienst suspendieren lassen..."

Basani wurde ernst und wollte mit seiner Standpauke anfangen, als er bemerkte, wie Carrington auf ihren Knien schwankte. Ihre Haut hatte sich weiß gefärbt, Schweiß stand ihr auf der Stirn, ihre Augen flackerten.

Schnell eilte Basani zu ihr und führte sie zur nächsten Liege. Sein ganzer Ärger war Besorgnis und Anteilnahme gewichen.

Während er die Scanner zuschaltete, erklärte ihm Carrington mit schwacher Stimme, weshalb sie eigentlich hier war.

Basani nickte verstehend. "Es scheint mir durchaus logisch, daß dieses fremde Bewußtsein ihre telepathischen bzw. telekinetischen Kräfte verstärkt hat. Aber auch dieser Schwächeanfall ist Folge der Übernahme. Ich werde Ihnen ein Präparat zur Ruhigstellung der Nerven und etwas Narotal geben. Sie werden für einige Minuten ihre empathische Empfindung verlieren, das dient aber nur der Entspannung. Inzwischen werde ich sie gründlich untersuchen. Versuchen Sie am besten, etwas zu schlafen."

Nach etwa 40 Minuten hatte Basani seine Diagnose abgeschlossen und erläuterte Carrington in Kurzform die Ergebnisse.

"...Ihre enge Verbindung mit jenem Wesen hat eine starke telepathische Verbindung geschaffen, deshalb spürten sie ihn und sein Gedanken auch noch, als sie eigentlich schon bewußtlos waren. Diese Verbindung wurde mittlerweile unterbrochen, es werden keine Nachwirkungen auftreten. Allerdings tragen sie Gene in sich, die potentiell starke Telepathie und Telekinese ermöglichen. Diese Gene sind allerdings rezessiv, das heißt, sie bleiben normalerweise im Hintergrund. Werden sie von außen angeregt, erweitern sie die geistigen Fähigkeiten. Allerdings auf Kosten der anderen Gene. Das bedeutet, ihre DNA verändert sich. Körperteile können sich verändern, hinzukommen oder auch. Gedächtnisverlust ist möglich, Änderung der Hautfarbe, Persönlichkeitsveränderungen ja sogar veränderte Instinkte kann man nicht ausschliessen. Ihre Gehirnbahnen können beienflußt werden, so daß beispielsweise ihre Sinneswahrnehmungen anders aussehen könnten als zuvor. Sie könnten intelligenter werden, aber genauso gut auch dümmer. Die DNA bestimmt unseren gesamten Aufbau, jede Veränderung ist möglich. Und sie sollten nicht mit dem Positiven rechnen. Das alles gilt für SPONTANE Anregung ihrer Telepathie- und Telekinese-Gene. Wenn sie ihr Potential ohne Risiko erforschen wollen, besteht vielleicht die Möglichkeit, mit gezielter Anregung ganz gezielte Wirkungen zu erreichen. Das bedarf jedoch jedesmal der speziellen Vorbereitung. Doch bevor sie mit so etwas beginnen, sollte sie ihre geistige Kontrolle schulen, Commander Tommok ist dafür sicherlich der richtige Ansprechpartner..."

Basani beantworte noch eine Fragen von Carrington und entließ sie (nach der Injektion einiger Hyposprays) für 3 Stunden, damit sie zu Tommok gehen konnte.

Dann wandte er sich seinem anderen schwierigen Fall zu - Storrt.

--- TARIGA SYSTEM

Jetzt, nachdem das Schwarze Loch fast auf Nullmasse geschrumpft war, durchfluteten wieder Lichtstrahlen das Tariga-System. Sterne glitzerten rings um die Planeten und ihren Asteroidengürtel. Träge schoben sich die Gesteine auf ihren neuen Bahnen durch die Schwärze des Raumes. Nichts war wie vorher. Ein neues Gleichgewicht mußte gefunden werden, schon bald würden leuchtende Explosionen das Zusammenstoßen von eisigen Felsen anzeigen, viele der großen Brocken würden auf die verbliebenen Planeten stürzen, auf der Suche nach einem Halt in der unendlichen Leere. Jahrtausende würden vergehen, bis das System wieder zur Ruhe kommen würde.

Drei silberne Funken entfernten sich mit zunehmender Geschwindigkeit von den Planeten. Als sie den Asteroidengürtel hinter sich gelassen hatten, vereinigten sei sich zu einem einzigen dreiwinkligen Raumschiff. Die Mirage verließ das Tariga-System.

Zwischenzeitlich näherte sie sich dabei einem romulanischen Warbird. Die Anacor steuerte direkt auf die wissenschaftliche Station auf dem vierten Planeten zu.

Die Romulaner würden die Station übernehmen und instandsetzen, bis die Förderation in aller Stille ein anderes Schiff in den Sektor schicken würde, um die gemeinsame Forschungsarbeit fortzusetzen. Man konnte nur hoffen, daß der Planet seine Position zur Sonne in etwa halten würde. Sonst mußt man sich nach einem neuen Ort umsehen. Immerhin - dieser Teil des Weltraums beherbergte hunderte von vergleichbaren Sternensystemen.

Doch das ist ein anderer Teil der unendlichen Geschichte des Universum und seiner Bewohner.

Die U.S.S. Mirage jedenfalls war auf dem Weg zu neuen Abenteuern.

---

Die Entscheidung war schnell und unerwartet gekommen. Cyrana Seth hatte beschlossen, die Mirage zu verlassen und auf der Forschungsstation zu bleiben. Dort gab es reizvolles wissenschaftliches Neuland zu entdecken, dort konnte man die Beziehungen zweier so lang verfeindeter Rassen wie die Romulaner und der Menschen bei ihrer ersten Zusammen- arbeit erleben. Es mochte auch noch einige persönliche Gründe gegeben haben, über die Seth jedoch Stillschweigen bewahrte.

Bei aller Trauer über den Abschied mußte die Crew der Mirage auch einsehen, daß es günstg war, den Romulanern die Station nicht allein zu überlassen. Die Versuchung konnte zu groß werden, die Forschungs-Ergebnisse nicht zu teilen.

In der stillen Hoffnung, Seth vielleicht irgendwann wiederzusehen, verabschiedete sich jedes Besatzungsmitglied der ehemaligen USS Hope von der Minorin. Noch einmal trank sie mit jedem ein Glas und reichte jedem ihre 12 Finger in tiefer Freundschaft.

Dann blieb sie zurück...die Mirage entschwand ihren Blicken.

--- KRANKENSTATION DER MIRAGE

Kopfschüttelnd stand Doktor Basani vor Storrt's Bett. Sie atmete jetzt ruhig, dennoch zeigten seine Instrumente, in welchem Aufruhr sich ihr Körper befand.

"Medizinisches Logbuch der Mirage, Chefdoktor Basani. Nach ersten Untersuchungen bin ich zu der Überzeugung gelangt, daß Senior Chief Yvonne Storrt sich in der Phase des vulkanischen Pon Far befindet. Dieses Phänomen läßt kaum eine sichere Therapie zu, es zählt zu den stärksten Hormonreaktionen aller uns bekannten Rassen. Die einfachste Behandlung bei einem Vulkanier wäre, die Bindung zu einem Partner zuzulassen. Storrts Hormone scheinen sich bereits auf Commander Tommok eingestellt zu haben. Der lehnt eine Bindung allerdings aus verständlichen Gründen ab. Erschwerend kommt hinzu, daß Storrt nur zum Teil Vulkanierin ist. Es läßt sich nicht voraussagen, ob ihre klingonischen, elasianischen und menschlichen Gene eine normale vulkanische Bindung überhaupt zulassen. Die einzige Möglichkeit, die ich im Moment sehe, ist eine Behandlung mit Aigin-IV-Steralgat, ein lust- und hormon- hemmendes Psychotikum. Es wird bei den Elasianern verwendet, hat allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit psychische Nebenwirkungen. Es gab Fälle, wo die Behandelten jede kleine Annäherung oder Freundlichkeit als Versuch der sexuellen Verführung mißdeuteten und empört bis agressiv reagierten. Außerdem trat vereinzelt ein Umkippen des Hormonhaushaltes auf. In Storrts Fall würde dies bedeuten, daß ihre männlichen Hormone zeitweise die Oberhand gewinnen könnten. Es ist nicht auszuschliessen, daß sich das auch auf die Gedankenwelt ausdehnen würde. Angesichts der Risiken werde ich die Patientin selbst entscheiden lassen. Alternativ bliebe neben einer schnellst- möglichen Bindung nur der monatelange Arrest. Eintrag Ende."

Basani aktivierte ein Kraftfeld um Storrt, die noch immer wie eine Jägerin der Apokalypse gekleidet war, und sorgte dafür, daß sie aufwachte.


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