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8. Gestrandet im Totenland

[Wie funktionieren eigentlich Konsolen?]

--- TALARIANISCHER KREUZER GANDAR

Einige Momente später hatten sie sich alle in den Wartungsschacht gezwängt.
Unter der blankpolierten Fassade der Wände in den Gängen herrschte ein heilloses technisches Durcheinander. Die Sternenflottenoffiziere krochen um eine Ecke des Schachtes und befanden sich auf einmal fast auf der Kommandobrücke. Nur eine Wand, dünn wie Spanplatten, trennte sie von der Kommandozentrale des Kreuzers.

Sie konnten alles hören, was auf der Brücke gesprochen wurde, mussten sich im Gegenzug aber auch im Flüsterton unterhalten. Ein paar Schwierigkeiten bereiteten Hajo tom Broek die Drähte und Kabel, die an allen Ecken und Enden aus den Wänden kamen. Der Steuermann verhakte sich bei jeder Bewegung und konnte nur mit Mühe verhindern, versehentlich irgendwo ein Kabel aus der Wand zu reißen - mit unvorhersehbaren Folgen.

Hajo scannte die Umgebung und flüstere schließlich: "Wir sitzen offenbar direkt unter der Kommunikationskonsole. Vielleicht lässt sich daraus ja was machen." Irgendwo fand er ein loses Kabel und stöpselte es in seinen Tricorder.

--- USS MIRAGE - KOMUNIKATIONSZENTRALE

Eigentlich entsprach es nicht Trajors Aufgabengebiet sich gerade hier auf dem Schiff herumzutreiben. Doch wegen der jüngsten Ereignisse an Bord überprüfte der Vulkanier alle Schiffssysteme gründlich. Die Befugnis und Rechte dafür hatte er dem ranghöchsten Sicherheitsoffizier an Bord durch eindrucksvolle, logische Kettenformulierungen 'abschwatzen' können.
Schließlich weilten weder die Sicherheitschefin noch deren Stellvertreter auf dem Schiff und bis zu deren Rückkehr wollte Valik nicht warten.

Er suchte zusätzlich nach weiteren Verstecken irgendwelcher Ausrüstungsgegenstände von irgendwelchen Geheimagenten. Solche derart desaströsen Aktionen sollten nicht wieder passieren. Bis jetzt war Trajor allerdings nicht sehr erfolgreich mit seiner Suche gewesen. Er hatte bislang nichts Verdächtiges gefunden. Bislang. Denn gerade hier sollte sich das sogleich ändern.

Valik wollte gerade den Raum verlassen, als ihm etwas auffiel. Ein paar Lämpchen glommen auf. Auf einigen Bildschirmen zeigten sich Protokolleinträge. Irgendein schwaches, unbedeutendes Signal hatten die Deflektoren aufgenommen und normalerweise wäre dessen Beachtung nicht der Rede wert gewesen. Aber der Crewman wollte sich zumindest über die Unerheblichkeit der angezeigten Informationen überzeugen. Ein kurzer Blick auf den Bildschirm und es war klar, dass die Mirage soeben eine Audio-Nachricht empfangen hatte. Ohne zu zögern hörte er sie sich an. Es war zunächst nicht ein Wort zu verstehen. Valik musste nachhelfen und verstärkte das Signal. Immerhin gelang es ihm einige Wörter verständlich zu machen:

"Foreschhchchst... Mirage! Hören... chhhschshch? Schhchchchc... antwortschhhhh...!"

Er erkannte die Stimme. Sein Kamerad Forest hatte die Botschaft abgeschickt.
Allerdings völlig unverschlüsselt. Valik begriff sofort, dass möglicherweise diese Nachricht nicht nur die Mirage erreicht haben könnte.

Valik blickte auf.

"Warum sollte sein Freund Forest eine Nachricht schicken? War es ein Notruf oder ist es einfach nur eine harmlose Mitteilung. Die Worte die Valik entziffern konnte, wirkten ein wenig beunruhigend. Also konnte es nur ein Notruf sein... oder?", noch weitere Gedanken gingen Valik durch den Kopf.
Noch nie war er in einer solchen Situation gewesen und suchte nach Rat. Er verließ die Kommunikationszentrale und begab sich direkt auf die Hauptbrücke. Er schaute sich dort um und stieß dabei auf den Captain.

Wäre er nur ein paar Sekunden später losgestürmt, hätte er vielleicht noch eine Subraumnachricht bemerken können, die diesesmal tief aus dem Raum kommen zu schien.

"Captain?" sagte Valik ernst, "ich habe hier anscheinend eine beunruhigende Nachricht empfangen"

Valik streckte seine Hand mit dem Gerät zum Captain aus. Tommok prüfte in aller Ruhe die Daten.

--- TALARIANSICHES SCHIFF GANDAR

Talarianischer Captain: "Aber Sir, wie haben einige Probleme an Bord, einer unserer Bordmitarbeiter ist anscheinend beim essen an Kartoffelsalat erstickt und unser Außenteam wird vermisst. Außerdem prüft gerade eines unserer Shuttles die Hülle."

"Keine Widerrede wie haben komische Daten von dem unbewohnten Planeten entdeckt, die nicht von dem momentan dort operierenden Schiff kommen. Da dies ein ziviles Schiff ist, untersteht es nicht meinem Befehl, Ihr Schiff allerdings schon und Sie werden sofort aufbrechen."

"Aye Sir, ich beordere das Shuttle zurück und wir brechen sofort auf."

--- USS MIRAGE - BRÜCKE

Tommok: "Danke Mr. Trajor, aber Sie hätten die Nachricht nicht extra überspielen müssen... auf einen Tricorder. Wenn wir die Nachricht empfangen haben, dann haben die Talarianer und Tamarianer diese sicherlich auch. Mr. Trajor, scannen sie die Oberfläche nach allen Lebenszeichen unseres Außenteams ab. Ich will wissen, wann wir wieder in Reichweite zum Beamen sind und wie lange das nächste talarianische Schiff zu uns braucht. An die Arbeit."

"Ja Sir!" sagte Valik pflichtbewusst und lehnte sich gleich an die Konsole.

[HAM: ... um vor Schock aufgrund der vielen Arbeit nicht umzufallen ;-)]

--- TEAM 3 GALLEN IV

Als Ba'Rina schließlich schauen wollte, ob die telepathische Kommunikation geklappte hatte, konnte sie Talya schon nicht mehr entdecken. Sie umgriff nun fest ihr Phasergewehr und stürmte laut schreiend auf den echten F'Tar zu. Dieser schien einen Augenblick lang sehr überrascht zu sein, zeigte sich dann aber doch eher wenig beeindruckt und wollte Balwok mit einem Schuss zur Strecke bringen.

Die Sicherheitschefin zeigte jedoch einmal mehr, dass durch ihre Adern echtes klingonisches Blut floss und wich beinahe spielerisch F'Tar's Schuss aus und warf sich hinter einem kräftigen Baumstamm.

Zwischen den beiden entstand nun ein heftiges Feuergefecht.

--- UNWEIT DER LICHTUNG - UNTERIRDISCH

Ysdi hörte das Gebrüll der Halbklingonin und er glaubte, dass dies auch Forest nicht entgangen war. Der Androide gab sich einen Ruck:

"Hören Sie, Crewman, Sie müssen noch viel lernen. Ich denke, gerade haben Sie etwas gelernt, und so was wird sich nicht mehr wiederholen. Jetzt kommen Sie, unsere Kameraden brauchen unsere Hilfe!"

Mit diesen Worten deutete der Chefarzt mit dem verstaubten Gesicht in die Richtung des Raumes. Forest selbst sah allerdings wesentlich schlimmer aus.
Das Gefühls- Auf und Ab der letzten Stunden hatte an seinen Nerven gezerrt.
Wegen des Stollens sah er aus wie ein Maulwurf und seine Uniform war auch nicht gerade sauber. Aber er gab sich einen Ruck und setzte sich umgehend nach der Aufforderung in Bewegung.

--- TEAM 1 GALLEN IV

Keller nickte und schrieb: "Nun, ich denke, wir werden uns für die erste Variante entscheiden."

Magnees nickte auch und so begann man die Zeit verstreichen zu lassen. Zwei Mal musste die Gruppe ihr Quartier verlegen, bevor man Ruhe hatte. Indes packte Magnees seinen Rucksack aus, den er von Bord mitgebracht hatte, und erntete prompt die Frage, was er denn da tue.

Die Antwort schrieb Magnees sofort: "Ich suche einen Tricorder, die talarianischen Neuralpartikelwaffen und einigen Draht, den ich von dem anderen Planeten mitgebracht habe, nur technischen Krimskrams..." '...außer diesem hier', dachte Magnees, holte eine Metallbox hervor, welche anscheinend versiegelt war, und öffnete den Schutzmechanismus. Zur Erklärung schrieb er:

"Dies ist eine Sammlung von Eiern. 27 um genau zu sein. Sie stammen von allen eierlegenden Tieren im Galensystem... auch von Galen III & vielleicht auch IV. Jedes Ei hat an der Unterseite einen Code, mit dessen Hilfe man das Ei mit einem Tricorder scannen und dem jeweiligen Tier zuordnen kann."

"Und Sie suchen jetzt den Tricorder um die Eier zu scannen?", schrieb Miller die Frage in den Sand

"Nein! Ich suche den Tricorder um eventuell ein Signal abzusenden, bevor uns der Sauerstoff ausgeht und wir hier sterben. Die Mirage findet uns bestimmt nicht durch Zufall.", antwortete Magnees in Form der Sandbuchstaben, während er in Gedanken bei seinen Eiern war..., 'Hoffentlich freut sich Gabriele über die Eier. Sie mag ja Eier, vor allem von toten Dingen... also ausgestorbenen Lebensformen und so, aber vielleicht kann sie mit diesen auch was anfangen. Aufgrund der Handelssperre zwischen den Talarianern und der Föderation kommt man an talarianische Eier nur gegen Latinum auf dem Schwarzmarkt... Die kosten da das Hundertfache...’

Magnees überlegte bei diesem Gedanken kurz, ob er nicht eine ICH-AG gründen sollte um bei der Gewinnmarge ein schönes Sümmchen zu verdienen, entschied sich dann jedoch für das sorgenfreie und kostenlose Leben auf dem Schiff.

Kaum hatte Magnees seine Sachen aus- und wieder eingepackt, begann er auch schon wieder an dem Tricorder rumzubasteln.

"Also funktionieren wir den Tricorder um... Ich schlage vor, die Energiezellen der anderen Geräte mitzuverwenden. Vielleicht gelingt es uns auch, unsere Anzüge als Antennen wirken zu lassen." Keller wirkte ein wenig entkräftet und sah auf die Ausgabe des Buches 1984 mit den beiden Datenpads.
Sie mussten sein Labor erreichen. Und dann den Mars, die Vierte Flotte und letztendlich Terra selbst.

"Magnees, das romulanische Shuttle auf der Mirage hat einen "Komm-Code". Ich kann ihnen die Frequenz geben, aber es wäre mehr als auffällig, wenn es startet und zu uns fliegt. Außerdem würde es die Position der Mirage verraten. Als letzte Möglichkeit könnte es aber funktionieren. Sehen sie sich in der Lage, ein Signal von 420Mhz und ausreichender Stärke zu senden, McGuinness?", fragte der Wissenschaftschef mihilfe ihrer frisch entwickelten Kommunikationsmethode, die sie fortan immer nutzten, solange sie ihre talarianischen Raumanzüge trugen.

Chasey war es etwas langweilig geworden, aber das ging vielen so, wenn sie einfach warten mussten. Deshalb begann sie langsam das ganze Haus unter die Lupe zu nehmen. Was konnte sie schon anderes machen? Sie brauchte nicht sehr lange, da es sich nicht gerade um ein riesiges Haus handelte, und wie sie bemerkte, waren die anderen beschäftigt. Magnees schien irgendeine Idee zu haben und anscheinend auch Eier oder irgendetwas in der Art zu sammeln. Ein etwas merkwürdiges Hobby, aber jedem das seine.

"Haben sie etwas herausgefunden, zum Beispiel, was ihr Freund ihnen mitteilen wollte?"

Sie zeichnete ihre Frage auf den Boden und schaute fragend zu Keller.

to be continued...
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